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Supervision Organisationsberatung Coaching Heft 1/2005
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1/2005 - 2/2005 - 3/2005 - 4/2005 - Überblick
Möller, Heidi und Uwe Volkmer
(2005): Das Karriereplateau. Herausforderungen für Unternehmen,
Mitarbeiter/innen und Berater/innen. In: Organisationsberatung
Supervision Coaching 12(1), S. 5-20.
abstract: Mit der Verknüpfung
von Entwicklungspsychologie (Life-span-psychology) und der
Karriereforschung wird der Versuch unternommen, das Phänomen des
Karriereplateaus zu beleuchten und Lösungsmöglichkeiten seitens des
Individuums und der Organisation aufzuzeigen. Menschen ziehen in der
Mitte ihres Lebens Bilanz im Hnblick auf die Erreichung spezifischer
beruflicher Ziele bzw. von Lebenszielen. Diese Bilanzierung ist häufig
mit persönlichen Krisen verbunden, wenn "beruflicher Erfolg" im
Selbstkonzept des Einzelnen eine zentrale Rolle spielt und gleichzeitig
wahrgenommen wird, dass mit großer Wahrscheinlichkeit die hierarchische
Weiterentwicklung abgeschlossen ist. Gleichzeitig bleiben die Wünsche
und Bedürfnisse nach Karriere wach, und die Tatsache, noch ca. 20 Jahre
Berufsleben vor sich zu haben, wiegt auch im Hinblick auf die
demographische Entwicklung um so schwerer. Wir gehen davon aus, dass
die Bewältigung der Krise entscheidende Auswirkungen auf die
Leistungsmotivation der Mitarbeiter/innen hat, und konstatieren, dass
eine gelungene lebensphasenbezogene Personalentwicklung des
Unternehmens helfen kann, die Krise produktiv zu meistern oder sogar zu
verhindern.
Edding, Cornelia (2005): Beheimatungsprozesse begleiten - Ein Werkstattbericht. In: Organisationsberatung Supervision Coaching 12(1), S. 21-30.
abstract: Wechsel von
Arbeitsort und -stelle gehören heute zum Alltag vieler Menschen. Der
damit für de Einzelnen verbundene Verlust an Zugehörigkeit und
Sicherheit und die Notwendigkeit, sich neu zu orientieren und
einzulassen, werden Thema in der Supervision. Das Konzept der
Beheimatung als eines aktiven, selbst zu gestaltenden Prozesses liefert
für Verstehen und Beratung dieser Aufgabe ein nützliches Geländer.
Weber, Peter (2005): Das
Schlechte-Nachrichten-Gespräch. Angemessene Kommunikation angesichts
von Aussichtslosigkeit. In: Organisationsberatung Supervision Coaching
12(1), S. 31-40.
abstract: Von der Ablehnung
eines Antrags auf Fortbildung bis zur fristlosen Kündigung sind im
beruflichen Kontext täglich Tausende schlechter Nachrichten zu
überbringen. Meistens sind Vorgesetzte dafür zuständig. Viele greifen
aus Gründen des Selbstschutzes und der Hilflosigkeit zu unangemessenen
Kommunikationsmitteln. Das vorgestellte Vier-Phasen-Modell definiert
Eindeutigkeit und Erträglichkeit als wichtigste Gesprächsziele und
bringt diese miteinander in Einklang. Besondere Aufmerksamkeit wird dem
Verhalten des Betroffenen unmittelbar nach einem
Schlechte-Nachrichten-Gespräch zuteil.
Willmann, Hans-Georg (2005):
Umgang mit der individuellen Krise einer Coaching-Klientin im Rahmen
eines Job-Coaching. In: Organisationsberatung Supervision Coaching
12(1), S. 41-46.
abstract: Es wird über einen
Coachingfall im Rahmen eines Job-Coaching berichtet. Das Lob-Coaching
verläuft insofern erfolgreich, als die Klientin nach drei Sitzungen
einen neuen Arbeitsvertrag hat. Drei Monate später bittet sie um ein
Follow-up Coaching, bei dem offensichtlich wird, dass sie sich in einer
Krise befindet: Sie fühlt sich in der neuen Stadt sozial isoliert,
bemerkt, dass sie immer weniger funktionieren kann und erlebt sich als
defizitär. Im Krisen-Coaching kann sie durch die konkrete Benennung
ihrer Situation und eine Ressourcenklärung Klarheit über ihre neue
Situation gewinnen, Handlungsmöglichkeiten erkennen, erweitern und
festigen.
Obermayer, Irene (2005): Karrierecoaching als Krisenintervention. In: Organisationsberatung Supervision Coaching 12(1), S. 47-52.
abstract: Der Bericht
beschreibt das Karrierecoaching anlässlich einer Krisensituation einer
jungen Nachwuchskraft. Ziel des Coaching war, die Situation zu
analysieren, ein gemeinsames Verständnis über die Belastungssituation
und den unterschiedlich wahrgenommenen Leistungsabfall zu schaffen
sowie weitere Entwicklungsalternativen aufzuzeigen. Diese sollten auf
Realisierbarkeit und Vereinbarkeit der persönlichen mit den beruflichen
Lebenszielen geprüft werden, und es sollte eine Lösung im Sinne einer
ausgewogenen Work-Life-Balance errreicht werden. Als Methoden werden
eingesetzt die Analyse der beruflichen Situation, die Reflexion anhand
von Panoramabildern und das Aufzeichnen eines Zukunftsszenarios. Auf
Basis der gewonnenen Einsichten wird ein konkreter Maßnahmenplan
erstellt.
Weber, Angelika (2005): Konfliktcoaching einer Schulleiterin. In: Organisationsberatung Supervision Coaching 12(1), S. 53-62.
abstract: Die Autorin stellt
den Prozess eines Konfliktcoachings dar. Eine neu ernannte
Schulleiterin fand bei Übernahme dieser Position ein hohes
Konfliktpotenzial vor. Im Verlauf des Coachings werden passende
Strategien zur Konfliktbewältigung entwickelt und ihre Anwendung
vorbereitet. In der Erweiterung von Managementkompetenzen erfährt die
Führungskraft Unterstützung durch den Coach.
Bayer, Hermann (2005): Aus
Fehlern lernen. Praxis-Erfahrungen eines Coaches mit Problemsituationen
und Lösungen. In: Organisationsberatung Supervision Coaching 12(1), S.
63-74.
abstract: Selten werden Fehler
besprechbar gemacht - das ist bedauerlich, denn nur solch eine
Diskussion und Reflexion bietet die Chance, sie künftig zu vermeiden.
Der Autor berichtet aus seiner 18-jährigen Praxis als Executive Coach
über eigene und im Rahmen seiner Supervisionen beobachtete häufige
Fehler anderer im Coaching, deren Konsequenzen und Lösungen. Behandelt
werden die Themen: Wut, Aggression und Machtkämpfe im Coaching,
Abhängigkeiten versus innere Unabhängigkeit des Coaches, Übertragung
und Gegenübertragung im Coaching, Intrigen im Coaching. Fazit: Der
Coach selbst, seine gelebten Werte, seine Bereitschaft zum sozialen
Risiko und zur Konsequenz, verbunden mit gelebter Gleichwertigkeit in
der Coaching-Beziehung und Wertschätzung des Klienten, bildet den
Lösungsansatz. Ohne Reflexion und Supervision tappt jeder Coach,
teilweise ohne es zu merken, in seine "persönliche Fehlerfalle".
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