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19.02.2009
Paul-Watzlawick-Ehrenring 2009 für Aleida Assmann
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Aleida Assmann |
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Wien (OTS) - Die Jury des Paul-Watzlawick-Ehrenrings hat einstimmig die deutsche Kulturwissenschafterin Aleida Assmann zur Trägerin des Paul-Watzlawick-Ehrenrings 2009 gekürt. Der Ring wurde 2008 von der Ärztekammer für Wien in Hommage an den großen österreichischen Psychoanalytiker, Sprachwissenschafter und Philosophen Paul Watzlawick ins Leben gerufen. "Aleida Assmann ist Humanistin und Mahnerin zugleich. Ihr wissenschaftliches Oeuvre, das sich zu einem beträchtlichem Teil dem Phänomen des kollektiven Gedächtnisses und der kollektiven Erinnerung widmet, ist eine tief gehende und nachhaltige Auseinandersetzung mit den Phänomenen der gesellschaftlichen Verdrängung und gleichzeitig notwendige Aufarbeitung der eigenen Geschichte", so Ärztekammerpräsident Walter Dorner zum Entscheid der Jury, die damit auch einen Bogen zu Watzlawick und zum ethischen Selbstverständnis des Arztes spannt. Die Jury unter Vorsitz von Erhard Busek hat sich nach nur kurzer Diskussion für Assmann entschieden. "Sie ist eine herausragende Wissenschafterin, hat neue Forschungsfelder begründet und aufgetan und versteht sich als politische Wissenschafterin. Sie ist Humanistin und kritische Vordenkerin", begründet Busek den Entscheid der Jury. Assmann wird den Preis am 30. März 2009 in Wien entgegennehmen und am selben Abend im Rahmen der Wiener Vorlesungen ihre "Ehrenrede" zu Paul Watzlawick "Auf dem Weg zu einer europäischen Gedächtniskultur" halten. Dabei wird sie auf die Notwendigkeiten eines gemeinsamen kollektiven Gedächtnisses und einer kollektiven Erinnerungs- und Gegenwartskultur der Europäer eingehen, als Voraussetzung für ein neues, integriertes und gleichzeitig differenziertes europäisches Denken. Die Laudatio wird Hubert-Christian Ehalt halten. Der Todestag von Paul Watzlawick jährt sich 2009 zum zweiten Male. Busek betont, dass er glücklich sei, dass die Wiener Ärztekammer diesen Ring initiiert habe, "denn schließlich war Watzlawick einer der größten österreichischen Philosophen des 20. Jahrhunderts und hat es wie kaum ein anderer verstanden, komplexe psychologische und semantische Inhalte breit und leicht verständlich zu vermitteln". Der Paul-Watzlawick-Ehrenring der Ärztekammer für Wien, designed von der Meisterklasse Paolo Piva, wird heuer zum zweiten Mal verliehen. Erster Preisträger war der in den USA lebende, aus Österreich stammende Kommunikationswissenschafter und Soziologe Peter L. Berger. (hpp)
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