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18.09.2007
Erziehungsberatung 2006
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WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im Jahr 2006
insgesamt 311 000 junge Menschen unter 27 Jahren eine erzieherische
Beratung wegen individueller oder familienbezogener Probleme beendet.
Das waren rund 1 000 Beratungen mehr als im Vorjahr und 30% mehr als
1996. Rund 57% (178 200) dieser jungen Menschen waren im
schulpflichtigen Alter von 6 bis 14 Jahren. 21% aller Beratungen
(65 000) wurden für 6- bis 8-jährige Grundschüler durchgeführt. 56% oder
173 800 aller beendeten Beratungen richteten sich an männliche Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene.
Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe werden diese Hilfen
schwerpunktmäßig als Erziehungs- und Familienberatung, Jugendberatung
sowie Suchtberatung angeboten.
Bei zwei Dritteln der Hilfen (206 000) nahm die Mutter Kontakt zur
Beratungsstelle auf, 7% der jungen Menschen (20 500) suchten aus eigener
Initiative um Rat und Unterstützung. Die übrigen 27% der Hilfen wurden
durch beide Eltern gemeinsam, allein durch den Vater, durch soziale
Dienste oder andere Stellen angeregt.
195 300 Beratungen (63%) dauerten weniger als sechs Monate.
Beziehungsprobleme standen im letzten Jahr bei 40% der Hilfesuchenden im
Vordergrund. Weitere häufig genannte Ursachen waren
Entwicklungsauffälligkeiten (25%), Schul- und Ausbildungsprobleme (25%)
sowie Trennung oder Scheidung der Eltern (24%). In 14 300 Fällen (5%)
wurde um Beratung nachgefragt, weil es Anzeichen für sexuellen
Missbrauch und/oder Misshandlung gab (Mehrfachnennungen waren möglich).
Alle Ergebnisse sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen
Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen (Suchbegriff
"Institutionelle Beratung").
Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn Dorothee von Wahl Telefon: (01888) 644-8167 E-Mail: jugendhilfe@destatis.de
Herausgeber: (c) Statistisches Bundesamt, Pressestelle |
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