Wie das Statistische Bundesamt bereits zum Jahresende 2006 mitteilte, ist die Zahl der Ehescheidungen im Jahr 2005 auf 201.700 zurückgegangen und lag 5,6 % unter den Vergleichszahlen von 2004. Damit wird auch in Deutschland ein Trend der Sättigung bzw. des Rückgang der Scheidungsquote erkennbar, der in den USA schon seit Ende der 90er Jahre zu verzeichnen ist.
"WIESBADEN - Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland ist im Jahr 2005 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden 2005 knapp 201.700 Ehen geschieden, das waren 5,6% weniger als 2004. Damit wurden von 1.000 bestehenden Ehen elf geschieden. Von 1993 bis 2003 war die Zahl der Ehescheidungen mit Ausnahme des Jahres 1999 beständig angestiegen, 2004 war sie geringfügig zurückgegangen. Im Jahr 2005 stellte in 112.400 Fällen die Frau (55,7%) und in 73.700 Fällen (36,5%) der Mann den Scheidungsantrag. In den übrigen Fällen beantragten beide Ehegatten die Scheidung. Gegenüber 2004 ist die Zahl der nur vom Mann beantragten Ehescheidungen um 5,5% gesunken, die der nur von der Frau beantragten ist um 6,8% zurückgegangen. 172.300 Ehen (85,4%) wurden im Jahr 2005 nach einjähriger Trennung geschieden, dies waren 11.700 Ehen oder 6,4% weniger als 2004. Auch wurden mit 4.000 Scheidungen 5,8% weniger Ehen gelöst, bei denen die Partner noch kein Jahr getrennt gewesen waren. Die Zahl der Scheidungen nach dreijähriger Trennung ging leicht auf 24.300 (- 0,3%) zurück. Von den im Jahr 2005 geschiedenen Ehepaaren hatten knapp die Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Gegenüber 2004 hat die Zahl der von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen minderjährigen Kinder von 168.900 auf 156.400 und damit um 7,4% abgenommen.
Weitere Auskünfte gibt:
Martin Conrad
fon: +49-611-75-2358 mail: martin.conrad@destatis.de
|