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27.10.2006

Körperbewusstsein von Jugendlichen
24.10.2006 Kein Schönheitswahn bei Jugendlichen. Neue Studie der BZgA belegt ein relativ entspanntes Verhältnis der 14-17Jährigen zum eigenen Körper

Zwei von drei Jungen (62 Prozent) fühlen sich wohl im eigenen Körper, bei den Mädchen sind es nur knapp die Hälfte (46 Prozent). Mädchen sehen sich kritischer, aber von einer generell negativen Einstellung zum eigenen Körper kann auch bei ihnen nicht die Rede sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative EMNID-Studie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), deren erste Auswertungsergebnisse nun vorliegen.
2500 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren wurden im Rahmen der Studie „Jugendsexualität 2005“ erstmals zu ihrem subjektiven Körperempfinden und ihrem Körperbewusstsein befragt. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Körper für beide Geschlechter sehr wichtig ist: Drei von vier Mädchen und mehr als die Hälfte der Jungen „stylen“ sich gern, nur für 6 Prozent der Mädchen und 16 Prozent der Jungen hat dies kaum oder gar keine Bedeutung.

Mädchen fühlen sich häufiger zu dick
Ein Viertel der Mädchen - damit doppelt so viele wie Jungen - fühlen sich zu dick. Während 74 Prozent der Jungen das Urteil „zu dick“ als wenig oder gar nicht zutreffend zurückweisen, tun dies nur knapp 50 Prozent der Mädchen. Das gängige, extrem schlanke Schönheitsideal beeinflusst Mädchen offenbar sehr viel stärker als männliche Jugendliche. Einige Mädchen würden sogar eine Operation in Betracht ziehen, um ihren Körper zu verschönern. Der Aussage „Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich eine Schönheitsoperation machen lassen“ stimmen immerhin 7 Prozent mit „vollständig“ und 10 Prozent mit „ziemlich“ zu. „Hier muss verstärkt Aufklärungsarbeit geleistet werden“, sagt Frau Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Wir bieten deshalb Jugendlichen zum Thema Körper und Schönheitsideale einen ganzen Monat Informationen in unserem Internetauftritt www.loveline.de an.“ Die Studie zeigt aber auch, dass die Hälfte der Mädchen und sogar 72 Prozent der Jungen eine Schönheitsoperation entschieden ablehnen.

Das Alter spielt eine wichtige Rolle
Mit zunehmendem Alter gewinnt eine attraktive Erscheinung bei beiden Geschlechtern an Bedeutung. Gleichzeitig nehmen Mädchen und Jungen den eigenen Körper in höherem Maß positiv wahr: 14-jährige Jungen finden ihren Körper zu 36 Prozent schön, bei den 17-Jährigen steigt diese Zahl auf rund 50 Prozent an. Bei den Mädchen verläuft diese Entwicklung auf etwas niedrigerem Niveau ähnlich.
Auch der Partnerstatus, erste sexuelle Kontakte und das Elternhaus nehmen Einfluss auf ihr Körperempfinden. Bei Jungen hat die Freundin einen stark positiven Einfluss auf die Körperpflege und das Verhältnis zum eigenen Körper. Bei den Mädchen ist dieser Einfluss nicht ausgeprägt.
„Die Atmosphäre im Elternhaus hat einen wichtigen Einfluss auf das Körperbewusstsein Jugendlicher und eine positive Einstellung zum eigenen Körper“, betont Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Mädchen und Jungen, die sich von ihren Eltern angenommen fühlen und zu Hause eine gute Vertrauensbasis haben, entwickeln ein besseres Verhältnis zu ihrem Körper. So zeigen die Studienergebnisse, dass die Hälfte der Mädchen und 65 Prozent der Jungen mit einem guten Vertrauensverhältnis zu ihren Eltern sich in ihrem Körper wohl fühlen. Demgegenüber trifft das bei einer geringerem Vertrauensbasis nur noch für 37 Prozent der Mädchen und 55 Prozent der Jungen zu.“

Die Ergebnisse dieser Befragung sind soeben im Themenheft „Körper“ der Reihe „FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung“ (FORUM 1/2006) der BZgA veröffentlicht. Das Fachheft enthält darüber hinaus Berichte zu folgenden Themen:
  • Studienergebnisse zur Verbreitung von Tattoos, Piercings und anderen Eingriffen zur Körpergestaltung
  • Analysen der Medienwirkungsforschung zu umstrittenen TV-Formaten wie „Germany´s next Supermodel“
  • Beitrag zum Körperbewusstsein von Mädchen und Jungen
  • Jugendkulturen und Körpersprache
  • Psychogene Ess-Störungen
  • Einfluss von Hormonen auf den weiblichen Körper und aktueller wissenschaftlicher Forschungsstand zum Einsatz von Hormonersatztherapien
Die Ausgabe 1/2006 des FORUM Sexualaufklärung und Familienplanung mit dem Titel „Körper“ ist kostenlos unter folgender Adresse zu beziehen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de

Außerdem steht das FORUM-Heft als pdf-Datei unter: www.sexualaufklaerung.de/medien/forum

(Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)



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