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12.10.2006
Zahl der Adoptionen rückläufig
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WIESBADEN - In Deutschland wurden im Jahr 2005 insgesamt 4.762 Kinder
und Jugendliche adoptiert; das waren nach Mitteilung des Statistischen
Bundesamtes 6% weniger als im Vorjahr (5.072). Damit setzte sich die
rückläufige Entwicklung der letzten Jahre fort: Seit 1993 hat sich die
Zahl der Adoptionen um 45% verringert.
Rund 61% der im Jahr 2005 adoptierten Minderjährigen wurden von einem
Stiefelternteil oder von Verwandten als Kind angenommen. Damit finden
Adoptionen zunehmend im bereits bekannten Umfeld des Kindes statt. 1993
lag der Anteil der Stiefeltern- und Verwandtenadoptionen bei 53%.
Entsprechend sank der Anteil der Adoptionen, bei denen Adoptiveltern und
Kind einander "fremd" waren, von 47% (1993) auf 39% (2005).
40% aller 2005 adoptierten Kinder und Jugendlichen waren unter sechs
Jahre alt, 30% zwischen sechs und elf Jahren und 30% zwölf Jahre oder
älter. 1.453 oder 31% der adoptierten Kinder und Jugendlichen besaßen
nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.
Am Jahresende 2005 waren 771 Kinder und Jugendliche für eine Adoption
vorgemerkt; 12% weniger als im Jahr 2004. Demgegenüber lagen den
Adoptionsvermittlungsstellen insgesamt 9.324 Adoptionsbewerbungen vor
(7% weniger als 2004). Rein rechnerisch standen damit einem zur Adoption
vorgemerkten Minderjährigen zwölf mögliche Adoptiveltern gegenüber.
Weitere kostenlose Informationen gibt es im Internetangebot des
Statistik-Shops unter www.destatis.de/shop, Suchwort "Adoptionen".
Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn Dorothee von Wahl
fon: +49-1888-644-8167 mail: jugendhilfe@destatis.de
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