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17.05.2005
SYMPA-Projekt jetzt online
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SYMPA ist ein Kürzel für "Systemtherapeutische
Methoden in der psychiatrischen Akutversorgung" und ist eines der
aktuell wichtigsten und interessantesten Forschungsprojekte der
systemischen Szene. Bei SYMPA handelt es sich um ein Behandlungs- und
Forschungsprogramm (2002-2006), das systemtherapeutische Methoden als
Standardangebot in drei psychiatrischen Fachkrankenhäusern
implementiert und evaluiert. Jetzt ist es auch online zu besuchen.
Im Rahmen des SYMPA-Projektes wird in drei psychiatrischen
Fachkrankenhäusern eine umfassende systemisch-familienorientierte
Behandlung psychiatrischer Patienten als Standardangebot etabliert und
in einer kontrollierten Programmevaluation evaluiert. Dabei soll
untersucht werden, wie systemische Gesprächs- und Verhandlungskulturen
unkompliziert, zeitökonomisch, und kooperationserleichternd in den
klinischen Alltagsprozeduren verankert werden können (die
Organisationsentwicklungs-Perspektive), wie sich als Outcome die
Qualität der Versorgung für Patienten und Angehörige sowie die Qualität
der Arbeitssituation der Mitarbeiter dabei verändern (die
Evaluations-Perspektive). Kernstück des Projektes ist eine doppelte
gleichzeitige Intervention in den beteiligten Krankenhäusern:
eine Veränderung der Behandlungs-Routinen im Sinne des
systemisch-familienpsychiatrischen Ansatzes ein Training aller
Stationsmitarbeiter incl. insbesondere der Pflege in systemischem
Krankheitsverständnis und systemischer Gesprächsführung.
Von dem Projekt ist als Nutzen zu erwarten:
Für die Psychiatrie-Praxis: Eine Verbesserung der Ergebnisqualität
psychiatrischer Behandlungen für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter.
Für die psychiatrisch-psychotherapeutische Forschung: Beleg einer
breiten Systemwirksamkeit des systemisch-familienpsychiatrischen
Ansatzes - in unterschiedlichen Krankenhäusern, für unterschiedliche
akutpsychiatrische Symptome, für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter
Zu den teilnehmenden Kliniken gehören: das Kreiskrankenhaus Gummersbach
bei Köln, das Landeskrankenhaus Wunstorf bei Hannover, das
Psychiatrische Zentrum Paderborn.
Beteiligte Forschergruppen sind Prof. Dr. Jochen Schweitzer (Institut
für medizinische Psychologie, Universitätsklinikum Heidelberg), Dr.
Elisabeth Nicolai (Evangelische Fachhochschule, Ludwigsburg) und Prof.
Dr. Hugo Grünwald (Hochschule für Angewandte Psychologie, Zürich).
SYMPA wird finanziell und ideell unterstützt durch die Stiftung für
Bildung und Behindertenförderung, Stuttgart (SBB), die Deutsche
Gesellschaft für systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) und
die Systemische Gesellschaft (SG).
Im Internet können Sie das Projekt unter diesem Link besuchen.
Hier finden Sie ausführliche Materialien (meist als PDF-Dateien),
die das Projektdesign, das SYMPA-Handbuch, ein Curriculum der
SYMPA-Weiterbildung, einen Bericht zur Praxis von SYMPA (Vorabdruck aus
"Psychotherapie im Dialog 3/05) sowie einen grauenhaft schlecht
eingescannten Pressespiegel umfassen. Es lohnt sich!
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