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Psychotherapie im Dialog Heft 3/2012
1/2012 - 2/2012 - 3/2012 - 4/2012 - Überblick


Stein, Barbara & Volker Köllner (2012): Die Kunst der Kurzzeittherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 1-1


Broda, Michael (2012): Short is maybe beautiful, but certainly necessary. Anleitung zum Selbstmanagement. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 2-6.

abstract: Der Beitrag provoziert mit einigen Thesen eine veränderte Betrachtungsweise psychischer Veränderungsprozesse und damit auch der Rolle von Psychotherapie. Statt lang konzipierter Interventionen wird ein prozesshaftes Vorgehen vorgeschlagen, das minimale Interventionen zum Erreichen einer definierten Zielsetzung beinhaltet. Unter dem Leitspruch „so wenig wie möglich, so viel wie unbedingt nötig“ wird angeregt, die Rolle eines ambulant arbeitenden Psychotherapeuten stärker als Fallmanager zu konzipieren, der Prozesse koordiniert und anstößt. Kürzere Therapien lassen mehr Hilfesuchende in das System. Leider sind die formalen Vergütungssätze so angelegt, dass eher lang angelegte Therapieprozesse belohnt werden. Auch die Ausbildung in Psychotherapie zeigt in dem Punkt der Kurzzeitinterventionen Defizite auf.


Leuzinger-Bohleber, Marianne (2012): „Je länger, desto besser?“ Ein Plädoyer für eine differenzielle Indikation zur Kurztherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 7-11.

abstract: „Je länger, desto besser…“ entspricht einem verbreiteten Vorurteil, dass Psychoanalytiker ihren Patienten vor allem lange, hochfrequente Psychoanalysen auf der Couch anbieten. Doch stammt der Slogan nicht von Psychoanalytikern, sondern von Patienten des Consumer Reports von Seligman (1995). Daher wird zuerst ein Einblick in die Häufigkeiten von Kurz- und Langzeitbehandlungen in psychoanalytischen Praxen geboten, um daraufhin einige Argumente zu entwickeln, welche Patientengruppen kaum erfolgreich mit Kurztherapien zu behandeln sind und daher längere Verfahren braucht. Ein Fallbeispiel einer schwer traumatisierten Patientin soll die Langzeitfolgen einer nicht rechtzeitig erfolgten psychotherapeutischen Behandlung illustrieren. Abschließend wird ein Plädoyer für eine differenzielle Indikation zu Kurz- bzw. Langzeitpsychotherapie sowie für Angebote verschiedener therapeutischer Richtungen formuliert.


Zaunmüller, Luisa & Wolfgang Lutz (2012): Wer braucht wie viel Therapie? Perspektiven aus der Psychotherapieforschung. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 12-17.

abstract: Die Frage danach, wie viel Therapie für welche PatientIn angemessen ist, hat nicht nur praktische, sondern auch gesundheitspolitische Relevanz. Im Zuge der Qualitätssicherungsdebatte ist eine inhaltlich sinnvolle wie auch effiziente Verteilung psychotherapeutischer Ressourcen gefragt. In der Forschungsliteratur lassen sich Therapieschulen-übergreifend verschiedene Modelle und Ansätze ausmachen, die sich mit dem Zusammenhang von Therapiedosis und Therapiewirkung beschäftigen. Das Aufwand-Wirkungs-Modell sagt für die ersten Sitzungen einer Therapie das größte Veränderungspotenzial vorher, während mit zunehmender Therapiedauer die Veränderungskraft jeder einzelnen Sitzung kontinuierlich abnimmt. Das Good Enough Level (GEL)-Modell hingegen postuliert einen eher linearen Verbesserungsverlauf. Aus Sicht der Patientenorientierten Versorgungsforschung sollte das Ziel eine adaptive und an den individuellen Bedürfnissen des Patienten orientierte Behandlungsausrichtung sein. Auf der Grundlage eines kontinuierlichen Monitorings des Therapiefortschritts werden der TherapeutIn in regelmäßigen Abständen Informationen zum Therapieverlauf rückgemeldet, welche sie zur weiteren Behandlungsplanung verwenden kann. Dass dieser Ansatz sehr vielversprechend ist, zeigen nicht zuletzt die ersten im letzten Jahr veröffentlichten Ergebnisse eines groß angelegten Modellprojekts zur Qualitätssicherung in der ambulanten Psychotherapie.


Isebaert, Luc (2012): Die gesundheitsorientierte kognitive Therapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 18-23.

abstract: Die gesundheitsorientierte kognitive Therapie, als Zweig der lösungsfokussierten Therapie, unterscheidet sich von anderen Therapieformen dadurch, dass ihre Methoden und Techniken fast ausschließlich auf die allgemeinen Wirkfaktoren in der Psychotherapie ausgerichtet sind. Dieser Beitrag beschreibt zunächst den Unterschied zwischen einem medizinischen und einem konzeptuellen Paradigma in der Psychotherapie. Anschließend werden die Wirkfaktoren dieser Form der Kurztherapie beschrieben und es wird im Detail eingegangen auf die klientgebundenen Faktoren.


Trenkle, Bernhard (2012): Erickson‘sche Hypno- und Kurztherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 24-27.

abstract: Der Artikel skizziert Grundlagen der Hypno- und Kurztherapie des amerikanischen Psychiaters Milton Erickson. Zentrale Prinzipien wie Ressourcenorientierung und Utilisation werden mit Beispielen illustriert. Gezeigt wird, dass Erickson einer der innovativen Pioniere der Kurztherapie war, situationsadäquat aber auch sehr lange Therapien durchführte. Hypnotherapie lässt sich mit vielen psychotherapeutischen Verfahren kombinieren.


Lachauer, Rudolf (2012): Psychoanalytisch fundierte Fokaltherapie als Kurztherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 28-32.

abstract: Die von Balint entwickelte psychoanalytisch orientierte Fokaltherapie kann im Rahmen einer Kurztherapie eine wesentliche Hilfe für den Deutungsprozess des Therapeuten darstellen. Im Kern dieses Verfahrens steht dabei zunächst die Erarbeitung eines Fokus in der Form eines Fokalsatzes, der ein aktuelles Hauptproblem mit einer Hypothese über dessen unbewusste Hintergründe und Motive verbindet. Neben dem Prozess der Erarbeitung des Fokus werden die Umsetzung des Fokus als „Thema mit Variationen“, Fragen der Indikation, das Thema „Zeit und Begrenzung“ und die Möglichkeit einer analytischen Intervalltherapie behandelt.


Vogt, Manfred (2012): Systemisch-lösungsfokussierte Kurzzeittherapie mit Paaren. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 33-37.

abstract: Einer systemischen Beschreibung von Paardynamik als lebenlange Nähe-Distanz-Regulation zwischen Autonomie und Gemeinsamkeit folgt eine Skizze wesentlicher Prämissen und Bausteine der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie. Dabei steht das Verknüpfen von Zielbildern mit den erlebten Ausnahmen vom Problem im Mittelpunkt. Die Fallskizze zeigt die kurzzeittherapeutische Praxis mit Paaren.


Linke-Stillger, Ulrike (2012): Die unheimliche Gestalt. Kurztherapeutisches Arbeiten mit Katathym Imaginativer Psychotherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 38-42.

abstract: Kurztherapien können durch Rahmenbedingungen, aber ebenso aus inhaltlichen Erwägungen und den, durch TherapeutIn und KlientIn, benannten Zielen indiziert sein. Im dargestellten Fall liegen alle diese Kriterien vor. Das Beispiel soll verdeutlichen, dass Kurztherapie progressive Entwicklungen initiiert und nicht eine Therapie „zweiter Wahl“ ist. Ein zentrales Moment der hier angewendeten psychodynamischen Methode KIP ist die Imagination. Diese fördert über die Unmittelbarkeit des Erlebens die Bearbeitung unbewusster Konflikte, wie auch die Entdeckung und Entwicklung von Ressourcen.


Merkle, Wolfgang, Gerd Neidhart, Claas Drefahl & Anna Taufkirch (2012): Stationäre interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMS). Kurztherapie als Wendepunkt im Chronifizierungsprozess. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 43-46.

abstract: Die Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMS) ist ein Beispiel für eine stationäre psychosomatische Kurztherapie, bei der dezidiert chronifizierte Schmerzpatienten erreicht werden sollen, bei denen psychosoziale Faktoren für die Chronifizierung wesentlich mitverantwortlich sind. Im Ergebnis wird entweder der Schmerzverlauf ausreichend positiv beeinflusst, sodass keine weitere Therapie nötig ist, oder die IMS führt zu einer Wende in dem Chronifizierungsprozess mit anschließend besserer psychotherapeutischer Behandelbarkeit. Der Patient wird mehr in die Therapie aktiv eingebunden, psychotherapeutisch zugänglich. Es ist das Beispiel einer Kurztherapie auf stationärer Ebene bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen (F45.40) oder chronischen Schmerzstörungen mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41).


D‘Amelio, Roberto & Bernd Behrendt (2012): Psychoedukation als Kurzzeitbehandlung im stationären Setting: Am Beispiel schizophrener Erkrankungen. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 47-51.

abstract: Psychoedukation richtete sich vornehmlich an chronisch psychisch kranke Menschen, mit dem Ziel, diese umfassend über ihre Erkrankung aufzuklären, um deren Compliance zu verbessern, die Rezidiv-Wahrscheinlichkeit zu verringern und somit den Krankheitsverlauf zu verbessern. Dabei werden die Betroffenen als „Experten ihrer Erkrankung“ (Böker 1991) betrachtet, welche Unterstützung in Anspruch nehmen, um ihre vorhandene Problemlösekompetenz zu stärken und die „Hilfe zur Selbsthilfe“ anzuregen. Psychoedukation sollte als „basale psychotherapeutische Intervention“ allen Betroffenen und deren Angehörigen zugänglich sein. Aufgrund des adaptiven Ansatzes lassen sich psychoedukative Interventionen in verschiedene Settings integrieren und haben sich vielfach als Kurzzeitinterventionen im stationären Kontext etabliert.


Hölzer, Michael (2012): Psychische Gesundheit im Betrieb. Die Psychosomatische Kurzzeittherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 52-55.

abstract: Angesichts einer beträchtlichen Morbidität im Bereich psychischer und psychosomatischer Erkrankungen stellen die Engpässe psychosomatisch-psychotherapeutischer Versorgung einschlägig Erkrankter auch heute noch ein besonderes Problem dar. Die diesbezüglich verursachten Kosten gehen europaweit in die Milliarden und werden aller Voraussicht nach zukünftig eher noch zunehmen. Um betroffenen Arbeitnehmern möglichst rasch ein niedrigschwelliges Versorgungsangebot zukommen zu lassen, wurde mit verschiedenen Betrieben der metallverarbeitenden bzw. pharmazeutischen Industrie sowie der Versicherungswirtschaft und kooperierenden Krankenkassen eine maximal acht Stunden dauernde „Psychosomatische Kurzzeittherapie“ konzeptualisiert, in der das Herstellen einer stabilen Arbeitsbeziehung, die diagnostische Einschätzung der Beschwerden, deren fokaltherapeutische Behandlung bzw. bei Bedarf die verbindliche Überleitung in ein weiterführendes Setting die zentralen Bausteine darstellen. Die Ergebnisse der Begleitevaluation lassen erkennen, dass auch mit sehr begrenzten Mitteln betroffenen Mitarbeitern und Betrieben durchaus effektiv geholfen werden kann.


Klasen, Mathias, Maria Böttche, Imke Wolf & Christine Knaevelsrud (2012): pflegen-und-leben.de - Ein internetbasiertes Unterstützungsangebot zur Gesundheitsförderung pflegender Angehöriger. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 56-60.

abstract: Mehr als die Hälfte der über 2,3 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden von pflegenden Angehörigen betreut und gepflegt. Diese sehr zeitintensive, physisch wie psychisch stark fordernde Aufgabe kann für die Angehörigen zur seelischen Belastung werden. Trotz hoher Belastung werden professionelle Unterstützungsangebote von den Pflegenden bisher eher selten angenommen. Aus diesem Grund wurde mit dem Modellprojekt pflegen-und-leben.de ein neuartiges Online-Beratungsangebot entwickelt, das den Betroffenen eine niedrigschwellige, zeit- und ortsunabhängige Unterstützung anbietet. pflegen-und-leben.de verbindet prozess- und lösungsorientierte Anteile aus der systemischen Beratung mit bereits als wirksam evaluierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Komponenten aus dem Bereich der internetbasierten Kurzzeit-Intervention. Erste Ergebnisse deuten auf eine hohe Akzeptanz und gute Wirksamkeit hin.


Paulus, Frank (2012): Kurzzeitpsychotherapie bei Kindern und Jugendlichen. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 61-65.

abstract: Ist eine Kurzzeitpsychotherapie im Kindes- und Jugendalter mit Besonderheiten beim Setting, der Therapiefrequenz, dem schulenspezifischen Vorgehen, dem Behandlungsalter, der Indikationsstellung, der Arbeitsbeziehung, der Therapiewirksamkeit und dem Einbezug einer medikamentösen Therapie verbunden? Unter dieser Fragestellung werden einige Variablen wie Behandlungsalter, Therapiedosis und schulenspezifische Ausgestaltungen in der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen unter der Kurzzeit-Perspektive betrachtet. Während die Analytische Psychotherapie und Tiefenpsychologie spezifische Modelle der Kurzzeittherapie für Kinder und Jugendliche entwickelt haben, ist dieser Ansatz der Verhaltenstherapie und noch mehr der Systemischen Therapie inhärent. Aus der Systemischen Therapie werden lösungsorientierte Methoden wie die Externalisierung und der Einsatz von Kinderbüchern vorgestellt. Abschließend werden Vorteile und Nutzen sowie Risiken und Gefahren der Kurzzeittherapie dargestellt.


Jordan, Jochen & Christian Albus (2012): Kurzgruppenpsychotherapie bei koronarer Herzerkrankung. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 66-70.

abstract: Gruppenpsychotherapeutische Angebote für Menschen mit koronarer Herzerkrankung (KHK) umfassen Ansätze zur Verbesserung des Gesundheitsverhaltens (v. a. in den Bereichen medikamentöse Adhärenz, Blutdruckregulation, Rauchen, Bewegung, Ernährung), Stressanalyse und Stressmanagement sowie Ansätze zur Verbesserung der Krankheitsbewältigung. Neuere Ansätze fokussieren besonders Depressivität, Ärger und Angst. Dieser Aufsatz stellt ein integriert psychodynamisch-kognitiv-behaviorales Kurzgruppentherapiekonzept vor, das neben unterstützenden Gesprächen über das Erleben der Krankheit, deren Diagnostik und Therapie, zentral auf eine Veränderung des Erlebens und des Ausdrucks von Todesangst, Enttäuschung, Ärger und Feindseligkeit abzielt. Die wesentlichen Elemente und die konkrete Gestaltung der Behandlung werden zusammen mit den zentralen Inhalten und Grundannahmen (u. a. Matrix-Idee, Reinszenierungs-Hypothese, Übertragung und Gegenübertragung, Affekt- und Impulsregulierung, Gruppe als wichtige soziale Erfahrung) dargestellt.


Lahmann, Claas, Harald Gündel & Gudrun Schneider (2012): Psychodynamisch-interaktionelle Kurzzeittherapie somatoformer Störungen nach dem PISO-Konzept. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 71-75.

abstract: Somatoforme Beschwerden zeichnen sich durch anhaltende und subjektiv stark beeinträchtigende Körperbeschwerden aus, für die auch nach angemessener somatischer Diagnostik keine ausreichende organmedizinische Erklärung gefunden werden kann. Die Prävalenzraten somatoformer Beschwerden und Störungen sind vor allem in der Primärversorgung beträchtlich. Der Verlauf der Störung ist typischerweise chronisch, die Remissionsraten sind niedrig. Genese und Persistenz somatoformer Beschwerden sind multifaktoriell. Hinsichtlich der Psychotherapie somatoformer Störungen liegt empirische Evidenz für die Wirksamkeit kognitiv-behavioraler sowie psychodynamischer Therapieansätze vor. Eine evidenzbasierte niedrigschwellige psychodynamisch-interaktionelle Kurzzeitpsychotherapie somatoformer Störungen wird im Folgenden vorgestellt. Diese kann die Lücke zwischen psychosomatischer Grundversorgung durch die somatischen Primärbehandler und Fachpsychotherapie schließen.


Hartmann, Armin & Almut Zeeck (2012): Psychotherapie zwischen den Sitzungen. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 76-79.

abstract: Intersession-Erleben (IE) bezeichnet die Verarbeitung von Psychotherapie durch Patient oder Therapeut zwischen den Sitzungen. Dieser Prozess kann hinsichtlich inhaltlicher und emotionaler Qualitäten beschrieben werden, die deutliche Zusammenhänge mit der therapeutischen Beziehung, dem Arbeitserleben des Therapeuten, Persönlichkeitseigenschaften des Patienten und dem Ergebnis der Therapie aufweisen. Für Kurztherapien kann die Beachtung dieser Prozesse bedeutsam werden, da Patienten mit wenigen Interventionen in einem aktiven und heilsamen Prozess gehalten werden müssen. Dies erhöht die Bedeutung dessen, was sie zwischen den Sitzungen „mit der Therapie tun“. Ein verbessertes Verständnis des Zwischensitzungsprozesses könnte für die weitere Entwicklung von Kurztherapien günstige und inspirierende Wirkungen haben. Dieser Beitrag gibt eine verdichtete Übersicht über den Stand der Forschung.


Gerlach, Alf & Volker Köllner (2012): Strukturelle Persönlichkeitsveränderungen benötigen Langzeitherapie. Alf Gerlach im Gespräch mit Volker Köllner. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 80-83.

abstract: PD Dr. Alf Gerlach ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, niedergelassener Psychoanalytiker in Saarbrücken, Lehranalytiker, Supervisor und Dozent am Mainzer Psychoanalytischen Institut (DPV) und am Saarländischen Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie (DPG). Seit 2000 ist er Leiter der Ausbildungsprogramme für psychoanalytische Therapie am Shanghai Mental Health Center, VR China. Neben ethnopsychoanalytischer Forschung und seinem Engagement zum Aufbau von Psychotherapie und Psychoanalyse in China war die Berufspolitik einer seiner Tätigkeitsschwerpunkte.
Volker Köllner führte mit ihm ein Gespräch zu Chancen und Grenzen von Kurzpsychotherapie aus der Sicht eines international tätigen Psychoanalytikers.


Margraf, Jürgen & Volker Köllner (2012): Ich glaube, dass weniger oft mehr ist. Jürgen Margraf im Gespräch mit Volker Köllner. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 84-90.

abstract: Prof. Dr. Jürgen Margraf ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Ruhr-Universität Bochum. Zuvor war er an den Universitäten in Münster, Berlin, Dresden und Basel tätig. Von 1983 bis 1986 war er Research Scholar in Psychiatry and Behavioral Sciences an der Stanford University in Kalifornien. Anschließend entwickelte und evaluierte er das Marburger Therapiemodell, eine 15-stündige Therapie zur Behandlung von Angststörungen mit einer Dauer von 2,5 Monaten, zu dem auch das Teufelskreismodell der Panikattacke gehört. Die Arbeiten der Marburger Arbeitsgruppe trugen wesentlich zur Verbreitung der modernen Verhaltenstherapie in Deutschland bei. Jürgen Margarf war 1999 bis 2005 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie. Er ist somit nicht nur ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Kurztherapie, sondern er kennt die deutsche psychotherapeutische Versorgungslandschaft ebenso wie den internationalen Vergleich. Volker Köllner befragte ihn für PiD über seine Erfahrungen mit unterschiedlichen Behandlungsdauern und seine Einschätzung zur psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland auch im internationalen Vergleich.


Gladisch, Katharina (2012): Buchempfehlungen: Kurzzeittherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 91-94


Köllner, Volker & Barbara Stein (2012): Resümee: Kurz und gut. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 95-96.

abstract: Ein langes Heft zum Thema Kurztherapie liegt nun hinter Ihnen. Die Herausgeber waren bei diesem Thema überrascht, dass nicht nur alle Einladungen, einen Beitrag zu schreiben, angenommen wurden, sondern dass die Beiträge in der Regel deutlich länger waren als ursprünglich erwartet. Offensichtlich ist Kurztherapie ein aktuelles Thema, zu dem es viel zu sagen gibt!


Linsenhoff, Arndt (2012): Therapeutisches Arbeiten mit einem einfachen Feedback-System. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 97-102.

abstract: Der Grad des Engagements von KlientInnen in ihrer Psychotherapie ist - unabhängig vom therapeutischen Verfahren - der beste Prädiktor für den Therapieerfolg. Dieses Engagement wiederum ist abhängig von der Güte der therapeutischen Beziehung aus Sicht der KlientInnen und davon, inwieweit die Interventionen dem Erwartungshorizont der KlientInnen entsprechen. Kontinuierliches Feedback von ihnen und das Gespräch über dieses Feedback sind deshalb der „Königsweg“ zur wirksamen Gestaltung von Psychotherapie. Am Beispiel eines sehr einfachen Systems werden die Praxis Feedback-orientierter Psychotherapie illustriert und deren Hürden und Herausforderungen benannt.


Felber, Werner, Bettina Wilms & Maria Borcsa (2012): In dem Moment, in dem jemand das macht, was wir therapieren wollen, ist er nicht mehr da? Werner Felber im Gespräch mit Bettina Wilms und Maria Borcsa. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (03): S. 103-107.

abstract: Prof. em. Dr. med. Werner Felber war lange Jahre Leiter einer Spezialambulanz am Universitätsklinikum Dresden, die sich mit dem Thema der Suizidprävention beschäftigte. Er habilitierte zu diesem Thema und ist noch heute in der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) aktiv.



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