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Psychotherapie im Dialog Heft 1/2012
1/2012 - 2/2012 - 3/2012 - 4/2012 - Überblick


Schauenburg, Henning & Volker Köllner (2012): Diagnostik und Evaluation - zähneknirschend oder neugierig? In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 1-1


Hoyer, Jürgen & Susanne Knappe (2012): Psychotherapie braucht strukturierte Diagnostik! In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 2-5.

abstract: Strukturierte klassifikatorische Diagnostik ist für die klinisch-psychologische Forschung von kardinaler Bedeutung. Epidemiologie, Grundlagenforschung, Psychotherapieforschung sind ohne reliable und valide Diagnostik nicht denkbar. Aber brauchen wir strukturierte Diagnostik in Form von diagnostischen Interviews oder Selbstbeurteilungsverfahren auch in der Praxis der Psychotherapie? Ist durch eine stärker standardisierte diagnostische Praxis ein echter Zugewinn bei den Erfolgsraten der Therapie zu erwarten? Lassen sich so Misserfolge minimieren? Im vorliegenden Beitrag werden die Argumente vorgestellt, die für den Einsatz psychologischer Testverfahren und insbesondere für eine strukturierte Diagnostik sprechen: Vorteile ergeben sich dabei nicht nur im Hinblick auf Fragen der Qualitätssicherung und Professionalisierung psychotherapeutischen Handelns; sie helfen auch, den therapeutischen Prozess transparenter und effektiver für TherapeutIn und PatientIn zu gestalten.


Meiser-Storck, Eva-Maria (2012): Risiken und Nebenwirkungen strukturierter Diagnostik. Oder: Wie viel strukturierte Diagnostik braucht Psychotherapie? In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 6-9.

abstract: Der Einsatz strukturierter Diagnostik im wissenschaftlichen Kontext steht derzeit außer Frage. Allerdings nimmt der Einsatz strukturierter Diagnoseverfahren auch in der klinischen Praxis z. B. zur Therapieevaluation immer mehr zu. Der Artikel befasst sich mit Risiken und Nebenwirkungen strukturierter Testdiagnostik im klinischen Alltag, welche z. B. durch die Störanfälligkeit der Selbstbeurteilungsbögen, mangelnde Überlegungen zu Ökonomie, Zumutbarkeit und Nützlichkeit oder auch durch die Vernachlässigung der therapeutischen Beziehungsgestaltung bzw. Beeinflussung des therapeutischen Prozesses aufgrund intensiver Therapieevaluation provoziert werden können. Durch eine pointierte Darstellung dieser Kritikpunkte soll der Dialog zwischen Testbefürwortern und Testkritikern angeregt werden, um einen sinnvollen Einsatz strukturierter Diagnostik für den klinischen Alltag zu finden.


Köck, Katharina & Wolfgang Lutz (2012): Therapieverlaufs- und Ergebnismessung im Rahmen einer patientenorientierten Psychotherapieforschung. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 10-15.

abstract: Im Rahmen einer patientenorientierten Psychotherapieforschung dienen Verlaufsmessungen dem Monitoring des individuellen Fortschritts und stellen die Grundlage für empirisch begründetes Handeln dar. Die Einordnung von Veränderungen erfolgt mithilfe rationaler oder empirischer Entscheidungsregeln. Rückmeldungen an den Therapeuten zu Beginn und im Verlauf einer Therapie können ergänzend zum klinischen Eindruck eine wichtige Entscheidungshilfe darstellen und zur Verbesserung von Therapieergebnissen beitragen. Aus aktuellen Daten lässt sich schließen, dass Verlaufserhebungen bei Therapeuten und Patienten auf eine große Akzeptanz stoßen. Anforderungen an die Verlaufs- und Ergebnisdiagnostik im Sinne einer patientenorientierten Forschung werden dargestellt sowie Umsetzungsmöglichkeiten in der klinischen Praxis skizziert.


Ehrenthal, Johannes C. (2012): Mit Karte und Kompass - OPD im Alltag. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 16-21.

abstract: Klinische Diagnostik steht immer vor der Herausforderung, entweder allgemeinverständlich, aber für den Einzelfall irrelevant, oder aber hoch personalisiert, jedoch kaum noch von außen nachvollziehbar zu sein. Einen Lösungsversuch für dieses Dilemma bietet seit etwas mehr als 15 Jahren die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD). Die OPD ergänzt aus psychodynamischer Perspektive die rein deskriptive Symptomdiagnostik um die Bereiche Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen, maladaptive Beziehungsmuster, lebensgeschichtlich wirksame innere Konflikte und strukturelle Einschränkungen der Persönlichkeit. Diese multiaxiale Herangehensweise ermöglicht nicht nur einen entsprechenden Befund, sondern kann direkt die therapeutische Arbeit unterstützen. Im Beitrag sollen Chancen der OPD-Diagnostik für eine Verbesserung von Indikationsstellung, Therapieplanung und Gestaltung der therapeutischen Beziehung skizziert werden.


Klemenz, Bodo (2012): Klinische Ressourcendiagnostik. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 22-26.

abstract: Im diagnostisch-therapeutischen Prozess wird neben der Störungsdiagnostik zur vollständigeren Erfassung der Patientenpersönlichkeit eine Ressourcendiagnostik als erforderlich angesehen. Dazu werden im Text Vorgehensweisen und Verfahren aufgeführt, die sich zum Ressourcenassessment bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bewährt haben. Es wird insbesondere auf solche Gesprächstechniken und Instrumente verwiesen, die sich zur Erhebung der Grundbedürfnisbefriedigungsressourcen von Patienten eignen. Diese Ressourcen dienen als Mittel zur Befriedigung der angeborenen psychischen Grundbedürfnisse des Menschen. Ihre Verfügbarkeit und Nutzung trägt wesentlich zur Erhaltung und Förderung der biopsychosozialen Gesundheit des Patienten bei, während ihr Fehlen den Aufbau und die Verfestigung behandlungsbedürftiger Störungen mitverursacht.


Terber, Saskia, Isabella Sophie Untersinger & Volker Köllner (2012): Wer findet was? Vergleich von klinischer Diagnostik und strukturiertem Interview bei Angst- und Anpassungsstörungen. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 26-29.

abstract: Nur wenige Studien haben untersucht, ob strukturierte Interviews ergänzend zur klinischen Diagnostik zusätzliche Informationen gewinnen kann, die den damit verbundenen Mehraufwand rechtfertigen. Ziel dieser Arbeit war es, die Ergebnisse klinischer und strukturierter Diagnostik in einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik miteinander zu vergleichen. Der Fokus lag hierbei auf Angst- und Anpassungsstörungen. 240 Patienten (weiblich: 77 %; Alter: 48,7 ± 8,6 Jahre) wurden mithilfe eines standardisierten Interviews (DIA-X) innerhalb der ersten Woche nach Aufnahme beurteilt. Die Interviewer waren hinsichtlich des Ergebnisses der klinischen Diagnostik verblindet. In der strukturierten Diagnostik wurden mehr komorbide Diagnosen vergeben und eine ausgeprägtere Krankheitsschwere festgestellt. In 38,3 % wurde von den Klinikern eine Anpassungsstörung diagnostiziert, im strukturierten Interview nur bei 15,8 %. Der größte Teil der Patienten, die klinisch die Diagnose Anpassungsstörung erhalten hatten, zeigten im DIA-X ein depressives Störungsbild bis hin zur schweren Episode. Angststörungen wurden im Interview deutlich häufiger diagnostiziert. Allerdings handelt es sich hier teilweise um spezifische Phobien, die zu eher geringen Beeinträchtigungen führten. Eine echte Unterdiagnostik scheint bei der sozialen Phobie und der generalisierten Angststörung zu bestehen. Kliniker legen offensichtlich stärkeres Gewicht auf eine kausale Betrachtung als die aktuellen diagnostischen Systeme. Bei den Angststörungen lag die Stärke des Interviews in der Identifizierung von Störungen, deren Symptome Patienten eher selten spontan berichten (GAS und soziale Phobie), andererseits wurden klinisch nicht relevante Störungen überdiagnostiziert. Auch wenn aus zeitökonomischen Gründen strukturierte Diagnostik nicht routinemäßig eingesetzt werden kann, ist es lohnend, sich in der Fort- und Weiterbildung mit den unterschiedlichen blinden Flecken diagnostischer Systeme auseinanderzusetzen.


Pielmaier, Laura & Andreas Maercker (2012): Diagnostik in der Traumatherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 30-35.

abstract: Dieser State-of-the-Art-Überblick fasst die Kenntnisse im Bereich Traumadefinition, Traumaarten, pathologische Traumafolgen, inoffizielle Diagnosen (z. B. Komplexe PTBS, Entwicklungstraumastörung), multimodale und Differenzialdiagnostik zusammen. Es wird ein Überblick über verfügbare diagnostische Erfassungsinstrumente gegeben (Klinische Interviews, Selbstbeurteilungsfragebogen, Screenings), wobei die bewährtesten dieser Instrumente genauer vorgestellt werden. Abschließend wird die Gestaltung der Untersuchungssituation durch den achtsamen Umgang mit Traumapatienten beschrieben.


Gierk, Benjamin & Inka Wahl (2012): Depressionsfragebögen für den alltäglichen klinischen Einsatz. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 36-40.

abstract: Depressionsfragebögen erfassen mithilfe einer standardisierten Selbstauskunft das Vorliegen depressiver Symptome. Sie können BehandlerInnen wichtige Informationen für die Diagnostik und Therapie bereitstellen. Dazu müssen sie bestimmten psychometrischen Anforderungen entsprechen und sachgerecht interpretiert werden. Dieser Beitrag stellt die verschiedenen Anwendungsgebiete von Depressionsfragebögen in der klinischen Praxis vor und präsentiert exemplarisch drei häufig eingesetzte Instrumente (PHQ-9, BDI-II, HADS). Dabei erläutert er ihren Aufbau und erklärt die Auswertung und Interpretation. Die Gefahren eines deterministischen Umgangs mit den Fragebogenergebnissen werden diskutiert und Empfehlungen für den praktischen Einsatz gegeben. Abschließend werden neue psychometrische Entwicklungen vorgestellt.


Lahmann, Claas & Andreas Dinkel (2012): Diagnostik bei somatoformen Störungen und chronischem Schmerz. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 41-45.

abstract: Somatoforme Beschwerden zeichnen sich durch anhaltende Körperbeschwerden aus, für die auch nach angemessener somatischer Diagnostik keine ausreichende organmedizinische Erklärung gefunden werden kann. Auch chronifizierte Schmerzzustände sind fast regelhaft durch eine Diskrepanz zwischen subjektivem Schmerzerleben und objektiven Befunden gekennzeichnet; steht diese Diskrepanz im Vordergrund, wird eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert. Die Diagnostik ist sowohl für den Somatiker als auch den Psychosomatiker bzw. Psychotherapeuten herausfordernd; es gilt die Balance zwischen somatischer und psychopathologischer Diagnostik zu finden, ungünstige Verläufe rechtzeitig zu erkennen, die klinische Relevanz der Beschwerden abzuschätzen, aber auch komorbide Störungen zu erfassen und sozialmedizinische Aspekte im Blick zu behalten. Bereits im Rahmen der Diagnostik sollte das somatische Ursachenmodell der Patienten mit zumeist ausgeprägter Skepsis bezüglich einer psychosomatischen Perspektive beachtet und dementsprechend ein wenig konfrontativer, tangentialer Gesprächsstil bevorzugt werden. Die klinische Diagnostik basiert primär auf einer umfassenden Anamnese. Diese kann durch Fragebogenverfahren und ggf. durch strukturierte Interviews ergänzt werden.


Rüddel, Heinz, Winfried Rief & Joel Dimsdale (2012): Löst „CSSD“ die somatoformen Störungen ab? In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 46-48.

abstract: Die diagnostische Kategorie der Somatoformen Störungen stand in den letzten Jahren international sehr in der Kritik, und es war lange Zeit unklar, ob sie in die neuen Kataloge ICD-11 und DSM-5 übernommen werden würde. Als Kompromiss zeichnet sich nun die Definition einer Complex Somatic Symptom Disorder (CSSD) ab, mit der die bisherige Somatisierungsstörung, die undifferenzierte Somatisierungsstörung, die Hypochondrie, das chronisch komplexe Schmerzsyndrom und die somatoforme Schmerzstörung zusammengefasst werden. Psychologische Aspekte wie Krankheitsängste, Aufmerksamkeitsfokussierung auf die Symptomatik bzw. auffällige Attributionsmuster werden deutlich stärker gewichtet als bisher.


Sulz, Serge (2012): Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 49-53.

abstract: Das klinische Urteil reicht zur Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht aus. Deshalb müssen auf ICD-10 bezogene Fragebögen und strukturierte Interviews ebenso eingesetzt werden wie die Beschaffung von anamnestischem Material von Patient und Angehörigen. Ergebnis sollte eine Kombination von dimensionaler und kategorialer Diagnostik sein. Für die Zielanalyse und Therapieplanung sind zudem Schemaanalyse, Funktionsanalyse und Entwicklungs- und Strukturanalyse erforderlich. Für die Verlaufskontrolle können einfache Barometerskalen verwendet werden. Die Abschlussvaluation sollte neben der Prüfung, ob die ICD-10-Kriterien einer Persönlichkeitsstörung noch erfüllt sind, auch die Veränderung dysfunktionaler Schemata enthalten.


Heimbeck, Alexander & Katharina Alexandridis (2012): Diagnostik und Evaluation in der Klinischen Bewegungstherapie. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 54-59.

abstract: Die klinische Bewegungstherapie verknüpft instrumentelle, sensitive, soziale und symbolische Funktionen von Bewegung und integriert psychotherapeutische Methoden in ihre autonome Methodik der Trainings- und Bewegungslehre. Die bewegungstherapeutische Diagnostik ist theoretisch in einem Vier-Phasen-Modell ausgearbeitet und bezieht sich auf unterschiedliche Schwerpunkte. Dieser idealtypische Ablauf der Diagnostik wird dargestellt und im Vergleich mit einer dem aktuellen Stand der klinischen Praxis entsprechenden Falldarstellung relativiert. Die Evaluation der klinischen Bewegungstherapie hat in den letzten Jahren gute Ergebnisse bezüglich ihrer Wirksamkeit geliefert. Die methodischen Schwierigkeiten der klinischen Forschung haben auch in den Bewegungswissenschaften zu einer stärkeren Ausrichtung an den unspezifischen Wirkfaktoren als Forschungsgegenstand geführt. Für eine Weiterwicklung der bewegungstherapeutischen Diagnostik und Evaluation brauchen die Kliniken neben personellen Ressourcen eine Erweiterung des Methodenspektrums zur klinischen Forschung.


Heider, Jens & Alexandra Zaby (2012): Psychotherapieevaluation: Empfehlungen für niedergelassene Psychotherapeutinnen und -therapeuten. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 60-64.

abstract: Der routinemäßige standardisierte Einsatz psychometrischer Fragebögen in der ambulanten Psychotherapie bringt viele Vorteile für die Therapieplanung, -beantragung und die Qualitätssicherung in einer Praxis. In diesem Beitrag wird ein kompaktes und praktikables Vorgehen für Auswahl, Einsatz, Auswertung und Darstellung störungsübergreifender und -spezifischer symptombezogener Fragebögen zur Evaluation in der ambulanten psychotherapeutischen Praxis vorgestellt.


Palmowski, Bernhard (2012): Das Dokumentationssystem Psychosomatische Medizin und Psychotherapie für die ambulante Versorgung (DSP). In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 65-67.

abstract: Die Erfassung der medizinischen Versorgungsrealität sowie die Überprüfung von Wirksamkeit und Effizienz eingesetzter ärztlicher Verfahren gewinnen im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hat aus diesem Grunde gemeinsam mit einer Softwarefirma ein Dokumentationssystem entwickelt, das im Hinblick auf die ambulante Versorgung im Fachgebiet hierzu empirische Daten liefert. Dieses jetzt zur Verfügung stehende Instrument ist vollständig EDV-basiert, robust in der Alltagspraxis einsetzbar, und für Längsschnittbeobachtungen geeignet. Es gibt Aufschluss über Patientenpopulation, Krankheitserleben, Morbidität und Leistungsbedarf. Im Folgenden werden Entstehungshintergrund, Aufgabe, Eigenschaften sowie Umfang und Zusammensetzung des Systems dargestellt.


Zimmer, Benjamin & Markus Moessner (2012): Therapieevaluation in der stationären Psychotherapie mit Web-AKQUASI. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 68-71.

abstract: Therapiebegleitende Rückmeldungen über den Gesundheitszustand bieten die Möglichkeit Kommunikations- und Lernstrukturen in der psychotherapeutischen Versorgungslandschaft zu etablieren. Ergebnismonitoring und Feedbacksysteme unterscheiden sich in der Auswahl der zugrunde liegenden Informationen, der Erhebungsabläufe, der Art der Rückmeldungen und der empfohlenen Konsequenzen bei bestimmten Verläufen. Als Beispiel einer aktiven Qualitätssicherung (QS) wird das Stuttgart-Heidelberger-Modell mit der Software Web-AKQUASI vorgestellt.


Bassler, Markus, Birgit Watzke & Volker Köllner (2012): Diagnostik in der psychosomatischen Rehabilitation. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 72-76.

abstract: Die psychosomatische Rehabilitation unterscheidet sich von der Krankenhausbehandlung durch ihre finale Ausrichtung auf die Wiederherstellung von Aktivität und Teilhabe bei chronischen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Bezugssystem ist daher nicht nur die ICD-10, sondern auch die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Diagnostik in der Rehabilitation zeichnet sich daher durch die Erfassung von Beeinträchtigungen und Ressourcen in Bezug auf die Teilhabe an der Gesellschaft und der Arbeitswelt aus. In diesem Sinne ist Diagnostik in der Rehabilitation einem bio-psycho-sozialen Konzept der Medizin verpflichtet und wird daher durch ein multiprofessionelles Team durchgeführt. Dargestellt wird in diesem Beitrag, welche Diagnostik angemessen ist, um die Indikation für eine Rehabilitationsbehandlung (auch gegenüber dem Kostenträger) zu stellen, welche speziellen diagnostischen Methoden in psychosomatischen Rehabilitationskliniken zur Anwendung kommen und wie deren Ergebnis im Reha-Entlassbericht dokumentiert wird.


Weidhaas, Hans-Jochen & Henning Schauenburg (2012): „Gutes tun und es auch zeigen“. Psychotherapeuten und Qualitätssicherung. Hans-Jochen Weidhaas im Gespräch mit Henning Schauenburg. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 77-80


Heintz, Sonja (2012): Mit der Lizenz zum Testen. Testverfahren aus dem Internet. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 81-85.

abstract: Auf der Suche nach nützlichen Testverfahren zur sicheren und zeitökonomischen Diagnostik und Therapieevaluation verschiedenster psychischer und medizinischer Störungen im Internet entwickelt man augenblicklich ein Zwei-Klassen-Bewusstsein. Zum einen stößt man mit Leichtigkeit auf kostenpflichtige lizensierte Verfahren, die einem auf optisch ansprechenden und vertrauenserweckenden Websiten Altbewährtes versprechen: Validität und Reliabilität anhand großer Normierungsstichproben oder in der Praxis seit Langem etablierte Verfahren. Im Gegensatz dazu gibt es die einzelnen im Netz verstreut liegenden „open source“-Tests - also Verfahren, die als offene Quellen frei zugänglich und kostenfrei sind. Auch renommierte Psychotherapieforscher gehen dazu über, von ihnen entwickelte Instrumente frei ins Netz zu stellen, um deren Verbreitung zu fördern und einer gewissen Monopolbildung auf dem „Testmarkt“ entgegenzuwirken. Allerdings sind diese vereinzelten Dokumente für den Anwender schwierig aufzufinden. Hinzu kommt die im ersten Moment entstehende Skepsis, solch einen lizenzfreien Test tatsächlich anzuwenden. Der Preis steht aber nicht immer in Relation zur Qualität.


Matte, Daniela (2012): Buchempfehlungen. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 86-88


Köllner, Volker & Henning Schauenburg (2012): Resumé: Diagnostik und Therapieevaluation - doch eher eine Chance? In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 89-90


Joos, Andreas A.B., Brigitte Kemter, Angelika Schmidt, Kristina Flößer, Thomas Unterbring, Michael Wirsching, Armin Hartmann & Almut Zeeck (2012): Allgemeine Psychoedukation in der Akutpsychosomatik am Beispiel einer Tagesklinik. In: PiD - Psychotherapie im Dialog 13 (1): S. 91-95.

abstract: Eine allgemeine nicht störungsspezifische Psychoedukation wurde im Bereich der akuten teil- und vollstationären psychosomatisch-psychotherapeutischen Behandlung bisher nicht systematisch konzeptualisiert und beschrieben. Es wird die Implementierung einer halbstrukturierten allgemeinen Psychoedukationsgruppe in einer psychosomatischen psychodynamisch orientierten Tagesklinik beschrieben. Die Gruppe wurde gemeinsam durch das ärztliche und das Pflegepersonal entwickelt, die Durchführung der Gruppe oblag letzterem. Auf Patienten- ebenso wie auf Teamseite wurde die Gruppe positiv aufgenommen. Die Patienten bewerteten insbesondere das Gruppenklima und den Austausch positiv. Die Patienten zeigten aus Sicht des Pflegepersonals im Stationsalltag mehr Selbstöffnung. Eine allgemeine Psychoeduktiongruppe kann als ein sinnvoller Baustein einer (teil-)stationären psychosomatisch-psychotherapeutischen Behandlung angesehen werden, der andere Therapieangebote von der Aufgabe strukturierter Informationsvermittlung entlastet. Inwieweit die Gruppe wirklich den Wissensstand der Patienten erweitert und zu einer besseren Krankheitsbewältigung oder Compliance mit der Behandlung führt, muss empirisch überprüft werden.



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