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Familiendynamik Heft 1/2006
1/2006 - 2/2006 - 3/2006 - 4/2006 - Überblick


Clement, Ulrich (2006): Editorial: Kranke Familienangehörige. In: Familiendynamik 31(1), S. 1-2


Ochs, Matthias und Jochen Schweitzer (2006): Kindliche Kopfschmerzen im familiären Kontext. In: Familiendynamik 31(1), S. 3-25.

abstract: In den letzten Jahren haben sich empirische Hinweise für die maßgebliche Rolle der Familie bei primären Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter gehäuft. Der vorliegende Artikel beschreibt acht mögliche familiäre Beziehungsmuster, die mit Kopfschmerzen vom Spannungstyp und Migräne bei Kindern und Jugendlichen zusammenhängen können. Diese werden an Fallbeispielen illustriert.


Galliker, Mark, Madeleine Grivel und Margot Klein (2006): Abhängig von Abhängigen: Gibt es Auswege? Eine Studie zur Partnerzentriertheit in Beziehungen mit und ohne Alkoholproblematik. In: Familiendynamik 31(1), S. 26-46.

abstract: Zur Beantwortung der im Haupttitel gestellten Frage wurde eine Untersuchung durchgeführt, deren Ziel die Bestimmung der Besonderheit der Abhängigkeit von Partnerinnen alkoholabhängiger Männer und Frauen von Männern ohne Alkoholprobleme einander gegenübergestellt und auf mögliche Unterschiede überprüft. Im Weiteren wurden erwerbstätige Frauen und nicht erwerbstätige Frauen sowie Frauen mit Kindern und kinderlose Frauen miteinander verglichen. Die an der Untersuchung teilnehmenden Frauen (N=160) gaben zustimmende oder ablehnende Antworten zu einfachen Statements ihre Partnerzentriertheit bzw. ihre Partnerdezentriertheit betreffend. Das auffälligste Ergebnis der Studie ist, dass sich Frauen in Beziehungen mit und ohne Alkoholproblematik in ihrer Partnerzentriertheit nicht signifikant voneinander unterschieden. Hingegen erweisen sich Frauen ohne Kinder sowie Frauen, die nicht erwerbstätig sind, relativ häufig als partnerzentriert. Diese Ergebnisse sprechen gegen ein rein psychologisch verstandenes Konzept der Ko-Abhängigkeit, das wichtige Lebensbedingungen der Frauen nicht berücksichtigt. Konsequenzen hinsichtlich der Angehörigenberatung werden diskutiert.


Ernst, Jochen, Heide Götze, Gregor Weissflog, Christina Schröder und Reinhold Schwarz (2006): Angehörige von Krebspatienten: Die dritte Kraft im medizinischen Entscheidungsprozess? Explorative Befunde zum Shared Decision-Making. In: Familiendynamik 31(1), S. 47-69.

abstract: Das Modell der partnerschaftlichen Arzt-Patient-Beziehung (Shared Decision-Making) erlangt sowohl in der gesundheitspolitischen Diskussion als auch im konkreten medizinischen Behandlungsprozess wachsende Bedeutung. Viele Argumente sprechen dafür, dass durch Shared Decision-Making die Effizienz von Gesundheitsleistungen gesteigert werden kann, insbesondere auch bei der Bahandlung onkologischer Krankheitsbilder. Die Datenlage hierzu ist derzeit noch ungenügend. Empirische Forschungen zu diesem Thema fokussieren auf die dyadische Beziehung von Arzt und Patient, wodurch eine Einschränkung der Perspektive auf die isolierte und episodenhafte Betrachtung der Arzt-Patient-Beziehung erfolgt. Eigene Studien hingegen lassen auf die Bedeutsamkeit sozialer Kontextvariablen im Prozess der medizinischen Entscheidungsfindung schließen und hierbei vor allem auf die bedeutende Rolle der Angehörigen. Diese folgen vielfach nicht passiv dem Behandlungsprozess ihrer Familienangehörigen, sondern suchen als »Mandatträger« an der Bestimmung von Behandlungsstrategien mitzuwirken und nehmen so Einfluss auf medizinische Entscheidungen. Gleichwohl befinden sie sich als Mitbetroffene in einer ambivalenten Situation zwischen eigener Belastung und zu leistender Unterstützung. Basierend auf eigenen empirischen Befunden sollen im Folgenden einige dieser Fragen vertiefend behandelt werden, wobei der Schwerpunkt auf einer explorativen Betrachtung liegt, um das Untersuchungsfeld für wünschenswerte weitere Forschungen abzustecken.


Horn, Jürgen (2006): Depressive Störungen - Ursachen und Behandlung (Teil II). In: Familiendynamik 31(1), S. 70-91.

abstract: Im zweiten Teil des Beitrages werden therapeutische Optionen zur Behandlung der Depression betrachtet. Die Erkenntnisse und Therpiemethoden der biologischen Psychiatrie sind beeindruckend, sie verdienen daher dargestellt zu werden. Daran schließe ich die Schilderung eines Falles an, an dem die biologische Psychiatrie sich die Zähne ausgebissen hat.
Zuletzt möchte ich dann einen Ausblick auf das Neueste in der psychotherapeutischen Depressionsbehandlung und -prophylaxe, auf die Achtsamkeitspraxis, bieten. Man entdeckt dabei, dass es sich beim angeblich Neuesten wieder einmal um das Älteste handelt, während das wirklich Neue nicht unbedingt das Beste sen muss.


Retzer, Arnold, Ulrich Clement und Hans Rudi Fischer (2006): Welche Rolle spielt Geld in der Psychotherapie? In: Familiendynamik 31(1), S. 92 - 97



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