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Psychotherapie & Sozialwissenschaft Heft 1/2007
1/2007 - 2/2007  - Übersicht


Boothe, Brigitte (2007): Erzähltes Alter - Erzählte Angst. Editorial. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 3-6


Hermann, Marie-Luise (2007): Narrative Gerontologie. Ein Literatur- und Forschungsbericht. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 7-32

abstract: In einem Überblick über aktuelle Literatur und Forschung der Narrativen Gerontologie werden verschiedene Forschungszugänge und Befunde zu altersspezifischen Kernthemen vorgestellt und in Beziehung zu benachbarten Gebieten gesetzt. Auf einige Grundannahmen der Narrativen Psychologie folgt eine Zusammenfassung allgemeiner Funktionen und kurativer Wirkungen des Erzählens aus Sicht der psychologischen Erzählforschung. Das Thema Erzählen im Alter wird von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet: Befunde aus der Linguistik zeigen intergenerationelle Kommunikationsmuster zur Bildung von Altersidentität sowie eine Zunahme von positiven Wörtern, Komplexität und Futurformen im Alter. Ziel der Narrativen Gerontologie ist es, die inneren Aspekte von Alternsprozessen zu erschließen. Exemplarische Studien zeigen eine innovative Methodenvielfalt überwiegend qualitativer Forschung zu Themen wie Lebensprojekten, Lebensrückblick und Akzeptanz im Alter, Glücksmodellen und Kreditierung im lebensgeschichtlichen Interview. Die herausragende Bedeutung der Biografie für die Alterspsychotherapie wird an verschiedenen Formen von Life Review oder Life Review Therapie sichtbar, deren Wirksamkeit für Patienten mit Depression und Posttraumatischer Belastungsstörung nachgewiesen ist. Abschließend wird die innere Sicht des Alterns durch Befunde der gerontopsychologischen Forschung zu den Konzepten Subjektives Wohlbefinden, Kohärenzgefühl, Resilienz und Coping, die auf subjektiven Einschätzungen beruhen, sinnvoll ergänzt. Perspektiven der Narrativen Gerontologie werden einerseits im präventiven Potential von Life Review als Vorbereitung auf das Altern gesehen, andererseits in den Differenzierungsmöglichkeiten der qualitativen Forschung, um der Heterogenität von Alternsverläufen gerecht zu werden.


Swita, Katarzyna (2007): Narrative Gerontologie. Eine Interviewstudie. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 33-57

abstract: Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der narrativen Vergegenwärtigung autobiografischer Episoden aus dem Leben älterer Menschen. Erzählen erfüllt verschiedene soziale und psychologische Funktionen und hat als Zugang zum subjektiven Erleben in verschiedenen Disziplinen an Bedeutung gewonnen. Vorgestellt wird eine Interviewstudie im Rahmen des Projekts ›Glücks- und Unglückserfahrungen im Lebensrückblick alter Menschen‹. In der qualitativen Studie wurden 78 Erzählungen aus narrativ-biografischen Interviews mit vier älteren Menschen mittels der von Boothe entwickelten Erzählanalyse JAKOB extrahiert und ausgewertet. Exemplarisch wird an vier Erzählungen aufgezeigt, wie die im Erzählbeginn hergestellte Ausgangslage einen Erwartungshorizont mit einer Dynamik eröffnet, die über eine Entwicklung zu einem Ende führt. Eine Zusammenschau der Befunde rundet diese Arbeit ab und zeigt auf, dass sich anhand der qualitativ untersuchten narrativen Episoden individuell charakteristische narrative Darstellungen für jeden der vier Interviewpartner ermitteln lassen.


Gülich, Elisabeth (2007): »Volle Palette in Flammen«. Zur Orientierung an vorgeformten Strukturen beim Reden über Angst. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 58-87

abstract: Theoretische Grundlage ist ein Konzept von Vorgeformtheit, das in gemeinsamen Arbeiten mit Ulrich Dausendschön-Gay und Ulrich Krafft entwickelt wurde. Demzufolge wird der Rekurs auf (mehr oder weniger komplexe) vorgeformte Strukturen bei der Lösung konversationeller Formulierungsaufgaben als Orientierung an ›Modellen‹ aufgefasst. Dazu gehören sowohl konventionalisierte Formen (z.B. Redewendungen) als auch individuelle Routinen, die Sprecher angesichts rekurrenter Interaktionsaufgaben herausbilden. Vorgeformtes als Formulierungsressource zu nutzen, bedeutet nicht reines Reproduzieren oder Übernehmen von Fertigteilen; vielmehr werden die vorgeformten Elemente von den Interaktionsteilnehmern bearbeitet und in den jeweiligen situativen Kontext eingepasst. Insofern ist der Rekurs auf Vorgeformtes durchaus als Formulierungsleistung zu verstehen und lässt sich als Formulierungsverfahren beschreiben. Wie die Orientierung an Modellen im Formulierungsprozess vor sich geht, wird exemplarisch an Daten aus einem interdisziplinären Forschungsprojekt über »Kommunikative Darstellung und klinische Repräsentation von Angst« herausgearbeitet. In Gesprächen mit ärztlichen Interviewern sind die Patienten, die – z.T. im Zusammenhang mit einer Anfallserkrankung – an Ängsten leiden, mit der Aufgabe konfrontiert, dem Gesprächspartner höchst subjektive Empfindungen und Wahrnehmungen zu vermitteln. In vier Fallanalysen wird gezeigt, dass sie dabei in verschiedener Weise und in unterschiedlichem Ausmaß auf vorgeformte Strukturen zurückgreifen. Setzt man diese Beobachtungen in Beziehung zu Ergebnissen früherer Untersuchungen, so werden Unterschiede zwischen Patienten mit Panikattacken und solchen mit epileptischen Angstauren deutlich. Sollten weitere Forschungen dies bestätigen, so könnte der Rekurs auf Vorgeformtes auch als differenzialdiagnostisches Kriterium genutzt werden.


Boothe, Brigitte (2007): »Im Dezember bin ich umgekippt«. Erzählen über Kontrollverlust. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 89-117

abstract: In Anknüpfung an Elisabeth Gülichs Analyse der Verwendung vorgeformter Ausdrücke bei Patienten im ärztlichen oder klinischen Interview wird dieses sprachliche Formulierungsmuster anhand eines ausgewählten Fallbeispiels auf Beziehungs- und die psychodynamische Perspektiven hin untersucht. Besondere Beachtung finden dabei narrative Darstellungen, die erlauben, die vorgeformte Formulierung vom ›Umkippen‹ sowie die Wendung ›Ich bin der Typ der lieber hinten sitzt‹ auf Konflikt- und Abwehrprozesse hin zu erschließen.


Jakobsen, Thorsten, Christine Knauss, Puspa Agarwalla, Ruth Schneider, Heinz Hunziker & Joachim Küchenhoff (2007): Eine komparative Kasuistik auf der Grundlage quantitativer Ergebnismessungen und qualitativer Prozessbeschreibungen als Beitrag zum Verständnis therapeutischer Prozesse. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 119-142

abstract: Die vorliegende Studie geht von zwei Behandlungsprotokollen der in Basel (Schweiz) durchgeführten FIPP-Studie zu Prozess und Ergebnis psychoanalytischer Psychotherapien aus. Eine Behandlung war nach dem Verlauf eines Jahres symptomatisch erfolgreich, die andere nicht. Die quantitativen Ergebnisse (SCL-90R, IIP, PSKB, BSS) werden mit den Ratingbefunden der OPD-Diagnostik und den qualitativen Auswertungen der von den Therapeuten notierten Prozessnotizen kontrastiert. Es zeigt sich dabei, dass ein Verständnis des Prozesses und der Ergebnisse nur vor dem Hintergrund einer Strukturdiagnostik und der qualitativen Prozessinformationen sinnvoll möglich ist. Für den Therapieverlauf ist offensichtlich entscheidend, dass die Arbeit mit der Übertragung je nach den strukturellen Möglichkeiten des Patienten dosiert wird.


Winter, Merve (2007): Eine qualitative Studie zur Lebendorganspende. Werkstattbericht. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 143-154

abstract: Meine Studie thematisiert die emotionale Situation von OrganspenderInnen und EmpfängerInnen kurz vor einer Lebendorganspende. Ein Schwerpunkt liegt dabei zum einen auf den Entscheidungsprozessen, die vor einer Lebendspende stattfinden, sowie den Spendemotivationen der OrganspenderInnen. Zum anderen werde ich einen Fokus auf die Herstellung von Geschlecht (»doing gender«) im Spendeprozess legen. Mich interessiert, wie Geschlecht durch eine Lebendorganspende (neu) thematisiert und aktualisiert wird.


Rossow, Judith & Mone Spindler (2007): Geschichten mit und ohne Bart: Narrative Konstruktionen von Alter und Geschlecht. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 155-158

abstract: Die Mitglieder des Postdoc-Kollegs ›Alter – Geschlecht – Gesellschaft‹ der Universität Greifswald, Heike Hartung, Christiane Streubel und Angelika Uhlmann, hatten vom 4. bis 6. September 2006 zu einer internationalen Tagung über narrative Konstruktionen von Alter und Geschlecht nach Greifswald geladen. Unter dem Titel ›Geschichten mit und ohne Bart‹ wurde die Narratologie als methodisches Verbindungselement zwischen geistes- und naturwissenschaftlichen Ansätzen in Bezug auf Alter und Geschlecht gewählt, um fachübergreifend unterschiedliche Aspekte der Gerontologie und der Genderforschung zu diskutieren.


Jent, Louis (2007): Alt und älter. In: Psychoth.Soz. 9(1), S. 159-161



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