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Psychotherapie im Dialog Heft 1/2003
1/2003 - 2/2003 - 3/2003 - 4/2003 - Überblick


Fliegel, Steffen & Ulrich Streeck (2003): Editorial: Soziale Ängste - Ihre Vielfalt fordert zum Dialog. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 1-2.

abstract: Keine Therapieschule kann heute für sich in Anspruch nehmen, die Erklärungstheorie für soziale Ängste bereitzuhalten. Bereits die Vielfalt von Problembezeichnungen machen ein multiples Bild deutlich: Soziale Angst, Sozialphobie, soziale Unsicherheit, soziale Angststörung, Lampenfieber, generalisierte soziale Angst, Selbstunsicherheit, Schüchternheit, ängstlich-vermeidende Persönlichkeit, soziale Inkompetenz, Angst vor Menschen usw. Wir wissen, dass viele soziale Störungen in der Kindheit entstehen, meist schleichend, und dass dabei Bestrafungsprozeduren, der Erwerb von falschem Schamgefühl, durch Erziehung erzeugte Schuldgefühle beim Übertreten von Regeln und der Mangel adäquater Modelle und Vorbilder eine Rolle spielen. Zu berücksichtigen ist aber auch die Frage: Vererbung versus entwicklungsbedingte Einflüsse, des Weiteren der Erfahrungsmangel beim Erwerb von oder die Blockierung angemessenen Sozialverhaltens, gelernte Hilflosigkeit, Traumata oder angstverstärkende Glaubenssätze, Denkmuster und Bewertungen, die oft auch durch gesellschaftlich vermittelte Einstellungen erzeugt werden. Es geht also immer auch um Kindheit, um Systeme, um aktuell wirkende und aufrechterhaltende Bedingungen. Und bereits hier zeigt sich, dass der Dialog der Therapieschulen notwendig ist.


Willutzki, Ulrike (2003): Soziale Phobie - ein vernachlässigtes Problem? In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 3-9.

abstract: Soziale Phobie wird vielfach als vernachlässigtes Problem angesehen. Anhand der Entwicklung der diagnostischen Kriterien, der Epidemiologie und Komorbidität bei sozialen Ängsten, wird die Bedeutung des Problembereichs in der psychosozialen Versorgung herausgearbeitet. Aus Modellen zur Ätiologie und Aufrechterhaltung sozialer Ängste wird deutlich, warum solche Schwierigkeiten häufig chronifizieren und den Bewegungsspielraum der Person zunehmend einschränken. In der psychotherapeutischen Arbeit stellen soziale Ängste häufig eine besondere Herausforderung dar; kurz wird auf Ansätze kognitiv-verhaltenstherapeutischer, systemischer und psychoanalytisch/psychodynamischer Provenienz eingegangen. Da soziale Ängste auch in der therapeutischen Situation aktiviert werden, ist eine sorgfältige, auf die Ressourcen der Person fokussierende Gestaltung der therapeutischen Interaktion von besonderer Bedeutung.


Fydrich, Thomas (2003): Soziale Phobie: Psychologisches Störungsmodell und kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 10-16.

abstract: Soziale Phobien gehören mit zu den häufigsten psychischen Störungen. Besonders oft treten sie gleichzeitig mit anderen psychischen Problemen auf. Es wird das „kompetenzorientierte kognitiv-verhaltenstherapeutische Modell der sozialen Phobie” für die Entstehung und das Weiterbestehen der Störung dargestellt, welches auf die Rolle physiologischer Faktoren, sowie psychologischer und sozialer Aspekte in der Lebensgeschichte bei der Entwicklung einer sozialen Phobie eingeht. Die Aufrechterhaltung der Probleme kann durch einen ungünstigen Kreislauf zwischen körperlichen Reaktionen, negativen Erwartungen (besonders hinsichtlich der Interaktion mit anderen Menschen und ungünstigen Interpretationen der eigenen Person) sowie ungünstigen Verhaltenweisen (soziale Performanz) erklärt werden. Die auf diesem Störungsmodell beruhende psychologisch-psychotherapeutische Behandlung beinhaltet (a) die Erläuterung und individuelle Validierung des Störungsmodells für den einzelnen Patienten, (b) die Nutzung von Entspannungsverfahren, vor allem jedoch (c) verhaltensorientierte Behandlungsmodule (Rollenspiele und In-vivo-Konfrontation) sowie (d) kognitive Interventionen (Identifikation und Veränderung dysfunktionaler, negativer Gedanken und die Förderung positiver Selbsteinstellungen). Die Behandlungsmodule werden durch Fallvignetten erläutert. Auf die empirische Überprüfung des therapeutischen Ansatzes wird abschließend hingewiesen.


Eder, Lothar (2003): Der systemische Ansatz in der Therapie sozialer Ängste. Eine fallorientierte Darstellung. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 17-24.

abstract: Der Beitrag erläutert eine systemische Perspektive in der Therapie sozialer Ängste. Anhand zweier Fallberichte werden ausgewählte Aspekte einer systemischen Diagnostik und Vorgehensweise gezeigt. Dies sind insbesondere die Unterscheidungen Lösungsopfer- versus -täterschaft, Lösungen 1. bzw. 2. Ordnung, synchrone versus diachrone Organisationsform und eine antizipatorische versus gegenwartsbezogene Orientierung in der Zeit. Auf der Ebene der therapeutischen Pragmatik werden dekonstruierende, lösungs- und ressourcenorientierte sowie paradoxe Vorgehensweisen beschrieben.


Joraschky, Peter & Katja Petrowski (2003): Soziale Phobie und Familie. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 25-31.

abstract: Besonders bei der generalisierten sozialen Phobie findet sich eine enge Verbindung zwischen Selbstgefühl und Familienselbstwert. Diese Verknüpfung dürfte zu einem Teil durch die Schamvulnerabilität vermittelt werden, durch eine erhöhte Empfänglichkeit für stigmatisierende Prozesse nicht nur für das Selbstgefühl, sondern auch für Ausschließungsprozesse innerhalb der Familie und des Milieus. Zu diesen Prozessen gehören interpersonell vor allem Kränkungserlebnisse im sozialen Kontext, beginnend vom Kindergarten über die Demütigungen in der Schule, erschwerte Ablöseprozesse aufgrund familiärer Verstrickungen. Diese Verstrickungen werden von der Familien-Strukturtheorie vor allem durch Grenzenstörungen verursacht: Triangulierungen, Parentifizierungen, intrusive und triebstimulierende Interaktionen, Ausgrenzungen, aber auch systemische Faktoren wie harte Familiennormen, Familiengeheimnisse, Überanpassungen mit Verleugnung eigener Identitätsmerkmale der Familie schaffen für die Entwicklung Inkongruenzen, die die basale Selbstwertsicherheit belasten.


Hoffmann, Sven Olaf (2003): Soziale Ängste: Die psychodynamische Perspektive in Konzeptbildung und Behandlungsansätzen. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 32-41.

abstract: In der Übersichtsarbeit wird die Ansicht vertreten, dass es sich bei der Sozialen Phobie um eine relevante, häufige und zu Unrecht in der Psychoanalyse bisher so wenig beachtete Störung handelt. Aus der wenigen psychoanalytischen Literatur und aus der Erfahrung des Autors mit solchen Patienten wird eine Konzeption der Pathogenese, vor allem aber der Psychodynamik soziophobischer Zustände entworfen, die sowohl klassischen Positionen folgt als auch neuere Konzepte einbezieht. Aus der Narzissmustheorie erfolgt die Ableitung eines (1.) defizitären Selbstkonzepts, das zu (2.) kompensatorischer Überhöhung verleitet. Dem (3.) Affekt der Scham wird dabei die entscheidende motivierende und verhaltensbestimmende Bedeutung zugesprochen. Einbezogen in das Verständnis wird die (4.) Bindungstheorie (Attachment-Modell von Bowlby) und das noch wenig bekannte (5.) Abwehr/Sicherheits-Modell (Defence/Safety-Modell von Gilbert). Die Ansätze der Psychodynamischen Therapie werden in einem modellhaften Leitfaden entworfen. Sie basieren in wesentlichen Teilen auf einer Ausweitung von Freuds wenig beachteter Empfehlung einer „neuen Aktivität” in der Behandlung von Phobikern und beziehen kognitive Elemente (rationale Aufklärung und Vorbereitung des Patienten) ein. Im Zentrum steht die konstante Bearbeitung der Selbstpathologie, die sich über die Affekte von Scham und Angst oft in Übertragung und Gegenübertragung inszeniert. Eine Kombination mit einer antidepressiven Pharma- oder einer (vorausgehenden oder nachfolgenden) Verhaltenstherapie ist oft unumgänglich, wenn eine weitgehende Remission der hartnäckigen Störung angestrebt ist. Den Abschluss bildet eine vignettenhafte Falldarstellung, die den praktischen Umgang mit dem beschriebenen Therapiekonzept verdeutlicht.


Trautmann-Voigt, Sabine (2003): Zur Integration von Körpersprache und Bewegungsanalyse in eine Psychotherapie mit einem Angstpatienten. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 42-46.

abstract: Die Bewegungsanalyse ist ein zentrales Konzept in einer um körpersprachliche Aspekte erweiterten Psychodynamischen Psychotherapie. Szenische Interaktionsabläufe und therapeutische Handlungsdialoge werden auf der prozeduralen Ebene in ihren rhythmisch-dynamischen Vitalitätskonturen mithilfe der Bewegungsanalyse, die der Tanz- und Bewegungstherapie entstammt, beschreibbar. Anhand eines Ausschnitts aus der Behandlung eines Angstpatienten werden die spontan vom Patienten initiierten Bewegungsmuster als Übertragungs-Gegenübertragungsszenen im Sinne rhythmisch-dynamisch strukturierter Handlungsdialoge beschrieben, die als bewegte und bewegende Erlebniskonturen gleichzeitig im Hier und Jetzt der Therapiestunde erscheinen und Körpererinnerungen des Patienten an die Oberfläche des Bewusstseins bringen. Therapie im rhythmisch-dynamischen Handlungsdialog eröffnet durch den Einbezug kreativer Bewegung neue Spielräume für psychodynamische Psychotherapie.


Zimmer, Dirk (2003): Das Rollenspiel. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 47-51.

abstract: Das Rollenspiel als eines der ältesten Verfahren der Verhaltenstherapie bietet auch aus heutiger Sicht ein sehr großes therapeutisches Potenzial, weit über die Aneignung eines differenzierten Repertoires an Verhalten für zwischenmenschliche Konfliktsituationen hinaus. Es hilft, eine neue Haltung von Selbstachtung und Achtung für andere durch Praxis zu erproben und zu festigen. Dabei gilt es, verschiedene Bedenken aufseiten von Patienten und aufseiten von Therapeuten zu überwinden. Der Beitrag stellt vor, wie das Potenzial des Rollenspiels optimal genutzt werden kann und wie problematische Einstellungen der Abwehr und Vermeidung neuer Erfahrungen besprochen und erfolgreich bearbeitet werden können.


Vogt, Kerstin & Simone Pöllner (2003): Stationäre Gruppentherapie sozialer Ängste. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 52-57.

abstract: Im folgenden Beitrag wird die stationäre Verhaltenstherapie einer Patientin geschildert, die unter einer Dysthymie und sozialen Ängsten auf dem Boden eines ängstlich-vermeidenden und dependenten Persönlichkeitsstils leidet. Die Rahmenbedingungen und Behandlungselemente einer gruppenorientierten Therapie werden aufgezeigt, Chancen und Probleme dieses Settings diskutiert. Ausführlich wird auf Inhalte und Vorgehen im Rahmen der Selbstsicherheitsgruppe eingegangen, in der das Gruppensetting gezielt genutzt wird, um soziale Ängste zu reduzieren und soziale Kompetenzen aufzubauen.


Redecker, Thomas (2003): Soziale Ängste und Alkoholabhängigkeit. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 58-61.

abstract: Soziale Ängste treten bei vielen Menschen auf und werden unterschiedlich bewältigt. Zu den effektiven Bewältigungsstrategien zählen das Aufsuchen und Durchstehen der angstauslösenden Situation. Durch Habituation und positive Verstärkung gelingt es dem betroffenen Menschen entweder alleine oder mit psychotherapeutischer Begleitung die sozialen Ängste zu überwinden. Darüber hinaus gibt es eine größere Anzahl von ineffektiven Bewältigungsstrategien, die kurzfristig zu einer Besserung, aber langfristig zu einer Verstärkung der sozialen Ängste führen. Zu den ineffektiven Bewältigungsstrategien zählen die Flucht, die Vermeidung und das Doping. Unter Doping wird die Einnahme psychotroper Substanzen verstanden, welche die Angstsymptomatik kurzfristig dämpfen. Zu diesen Dopingmitteln zählen vor allen Dingen der Alkohol und die Benzodiazepine. Durch diesen ineffekiven Selbstheilungsversuch geraten viele Menschen zusätzlich in den Teufelskreis der Abhängigkeit, sodass nach einem mehrjährigen Verlauf Patienten zur Psychotherapie kommen, die sowohl an einer Angsterkrankung leiden als auch an einer behandlungsbedürftigen Alkoholabhängigkeit. Diese ist zunächst als Selbstheilungsversuch entstanden, hat sich aber im Verlauf der Zeit verselbständigt. Zur Bewältigung dieser Komorbidität wird ein integratives Therapiekonzept vorgestellt.


Dunkel, Lothar & Dorothee Stratmann-Klens (2003): Prävention und Bewältigung sozialer Angst durch Schulpsychologie. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 62-67.

abstract: Von den umfassenden Möglichkeiten soziale Ängste in der Schule im Kontext schulpsychologischer Arbeit zu thematisieren, werden zwei der in der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster entwickelten Ansätze vorgestellt. „Magic Circle” bietet Lehrpersonen bis zur einschließlich 5. Klasse Ansatz, Leitfaden und Material, um mit Schülerinnen und Schülern in strukturierter Form regelmäßig kleine und kurze Gesprächseinheiten zu führen. Die drei Bereiche „Wahrnehmung, Empfindung, Sensibilisierung”, „Persönliche Kompetenz” und „Soziale Kompetenz” werden in vielfältigst variierten Themen mit klarer Gesprächsstruktur bearbeitet. „Die Klasse als Team” ist sowohl Fortbildung als auch Begleitung für Lehrpersonen, um Schülerinnen und Schüler in der eigenverantwortlichen Lösung problematischer Interaktionsmuster zu begleiten. Neben der Klärung der jeweiligen Sichtweisen von Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern, stehen die gemeinsame Handlungsplanung aller Beteiligten sowie die Berücksichtigung der Rahmenbedingungen, Einsatz zum richtigen Zeitpunkt und die Prozessauswertung im Vordergrund. Bewährt hat sich die Arbeit in schulformübergreifenden Lehrergruppen. Schülerinnen und Schüler berichten von einem positiv veränderten Sozialklima der Klasse.


Leichsenring, Falk, Ulrich Jaeger, Sven Rabung & Ulrich Streeck (2003): Soziale Ängste und psychische Krankheiten. Daten zu Komorbidität, Häufigkeit und Schwere der Störung. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 68-74.

abstract: In der vorliegenden Arbeit werden einige Daten berichtet zu Häufigkeit, Komorbidität und Schwere der Beeinträchtigung von Patienten mit Sozialer Phobie, die sich in stationäre psychotherapeutische Behandlung begeben haben. Danach wurde bei fast 18 % einer unausgelesenen Stichprobe von n = 746 Patienten die ICD-10-Diagnose Soziale Phobie gestellt. Die Störung trat praktisch nicht als alleiniges Krankheitsbild auf: Bei 99 % der Patienten wurde mindestens eine weitere psychiatrische ICD-10-Diagnose gestellt. Die weitaus häufigsten komorbiden Störungen waren Affektive (depressive) Störungen, Anpassungsstörungen und vor allem Persönlichkeitsstörungen. In unserer Stichprobe erwiesen sich die Patienten mit Sozialer Phobie als stark beeinträchtigt. Hierfür sprechen die hohen Komorbiditäten (3,8 Diagnosen im Mittel), die Stärke der Beeinträchtigung im Beeinträchtigungs-Schwere-Score (80 % mit „schwerer” bis „außerordentlich schwerer Erkrankung”), der hohe Prozentsatz an Arbeitsunfähigkeit vor Klinikaufnahme (64 %) sowie der hohe Prozentsatz von Patienten ohne Berufsabschluss (30 %). Zu nennen ist hier weiterhin ein hohes Ausmaß an Persönlichkeitsstörungen (62 %), Suizidalität und Traumatisierung. Auch die von den Patienten in Selbstbeurteilungsverfahren bei Aufnahme in die Klinik angegebene Symptombelastung (SCL-90-R, GSI = 1,42) und das Ausmaß an interpersonellen Problemen (Inventory of Interpersonal Problems, IIP-Gesamt = 15,5) ist verglichen mit den Daten anderer Untersuchungen außerordentlich hoch.


Riedesser, Peter (2003): Schüchternheit bei Jugendlichen. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 75-77.

abstract: Das Thema „Schüchternheit” ist zwar ein fester Bestandteil der „Alltagspsychologie”, dennoch wurde es in der wissenschaftlich-psychologischen Literatur bislang kaum definiert, geschweige denn aus psychoanalytischer Sicht ausgearbeitet. Im vorliegenden Beitrag wird ein erster Versuch unternommen, die Binnenperspektive von Jugendlichen darzustellen, die im manifesten Verhalten als „schüchtern” gelten bzw. ihre Beziehungsangst kontraphobisch-„cool” verstecken.


de Muynck, Rita, Rüdiger Ullrich & Steffen Fliegel (2003): Was ist aus dem „guten alten” Selbstsicherheitstraining und seinen „Eltern” geworden? In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 78-84.

abstract: Rita de Muynck und Rüdiger Ullrich haben in den 70er-Jahren das sog. Selbstsicherheitstraining (Assertive-Training-Programm - ATP, später: Soziales-Kompetenz-Training) innerhalb der Verhaltenstherapie entwickelt und eine standardisierte Gruppentherapieversion stationär und ambulant evaluiert. Alle nachfolgenden Konzepte des ATP sowie individueller Therapieangebote orientierten sich an den Gründerideen des ATP.


Streeck, Ulrich (2003): Die Schule - ein Ort sozialer Angst? Interview mit einer Lehrerin, die seit Jahren an einer berufsbildenden Schule unterrichtet. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 85-86


Streeck, Ulrich (2003): Soziale Ängste. Gespräche mit stationären Patientinnen und Patienten. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 87-90.

abstract: Die nachfolgenden Interviews mit zwei Patientinnen und zwei Patienten wurden während deren stationärer Therapie über ihre sozialen Ängste geführt. Keine(r) von ihnen kam allerdings wegen der sozialen Ängste in Behandlung. Im Vordergrund standen vielmehr Beeinträchtigungen wie Depersonalisationssyndrom, schwere Depression, Dekompensation auf dem Hintergrund einer narzisstischen bzw. präpsychotischen Persönlichkeitsstörung, Schmerzsyndrom, posttraumatische Belastungsstörung, Anorexie, Suizidalität u.a.


Fliegel, Steffen & Ulrich Streeck (2003): Resümee: Soziale Ängste. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 91-92


Eichenberg, Christiane (2003): Soziale Ängste: Internetressourcen für Professionelle und Betroffene. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 93-95.

abstract: Eine systematische Recherche zu Internetangeboten, die die Störung „Soziale Angst” thematisieren, zeigte, dass zu diesem Störungsbild deutlich weniger Angebote zu finden sind als bei anderen, was deutlich macht, dass die Epidemiologie bestimmter psychischer Störungen sich im Verhältnis nicht unbedingt in der Anzahl verfügbarer Internetinformationen widerspiegelt. Eine Suchanfrage [Stand: 09. 07. 02] in einer gängigen Suchmaschine [www.google.de] illustriert dies anhand der Anzahl der gefundenen Treffer im deutschsprachigen Web (siehe Tab. [1]). Es sollte aber angemerkt werden, dass Abfragen in Suchmaschinen zunächst nur einen ersten Hinweis zur quantitativen Thematisierung bestimmter Inhalte geben. Suchmaschinen verzeichnen nur ca. 30 % aller Websites (Günther u. Hahn 2000), und es kann kein Rückschluss auf die Qualität der Inhalte vorgenommen werden. Eine Erwähnung der Suchbegriffe in einer Webpage reicht, um „verschlagwortet” zu werden, auch wenn sich die Informationsseite nicht unmittelbar dem gesuchten Thema widmet.


Thiemann, Katrin (2003): Gewusst wo …. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 96-99


Broda, Michael & Wolfgang Senf (2003): Denkanstöße für eine Veränderung der psychotherapeutischen Praxis. In: Psychotherapie im Dialog 4 (1): S. 100-101




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