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Familiendynamik Heft 3/2009
1/2009 - 2/2009 - 3/2009 - 4/2009 - Überblick


Asen, Eia
(2009): Multifamilientherapie. In: Familiendynamik 34(3): S. 228-235.

abstract: Der Beitrag beschreibt Geschichte und Entwicklung der Multifamilientherapie und die verschiedenen Anwendungsbereiche dieses therapeutischen Verfahrens. Techniken und therapeutische Prinzipien werden erläutert und Forschungsergebnisse kurz präsentiert, die die Wirksamkeit dieses Ansatzes unterstreichen. Multifamilientherapie ist in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum populär geworden, und sie lässt sich sowohl im ambulanten, tagesklinischen Bereich wie auch in Jugendamtseinrichtungen und Schulen durchführen.


Borduin, Charles M. (2009): Multisystemische Therapie bei antisozialem Verhalten Jugendlicher. In: Familiendynamik 34(3): S. 236-245.

abstract: Die theoretischen und klinischen Grundlagen der Multisystemischen Therapie (MST) beruhen auf Forschungsergebnissen über die Determinanten antisozialen Verhaltens Jugendlicher. Darüber hinaus bezieht sich die MST auf sozial-ökologische Modelle, in denen die Familie des Jugendlichen, seine Peer-Gruppe, die Schule und die Nachbarschaft als miteinander verbundene Systeme angesehen werden, die auf dynamische und rückbezügliche Weise das Verhalten der einzelnen Familienmitglieder beeinflussen. Klinische Untersuchungen zeigen die langfristigen Wirkungen der MST: Sie reduziert kriminelle Aktivitäten und die Zahl der Inhaftierung Jugendlicher. Die Wirksamkeit der MST kann zum einen der Tatsache zugeschrieben werden, dass der jeweilige Interventionsfokus sich exakt auf die verursachenden Bedingungen der Jugendkriminalität richtet, und zum anderen der Tatsache, dass die Leistungen direkt im sozialen Umfeld des Jugendlichen erfolgen und daher besonders ökologisch valide sind.


Omer, Haim & Arist von Schlippe (2009): Stärke statt Macht. »Neue Autorität« als Rahmen für Bindung. In: Familiendynamik 34(3): S. 246-254.

abstract: Die Grundsätze von elterlicher Präsenz und gewaltlosem Widerstand werden unter der Perspektive des Bindungsbegriffs diskutiert. In diesem Zusammenhang wird der Begriff der »neuen Autorität« vorgestellt. Das Ziel des »Elterncoachings« nach diesem Konzept ist nicht die Kontrolle des Kindes, sondern die Wiederherstellung einer beeinträchtigten Bindung zwischen Kind und Eltern. Die psychische Sicherheit des Kindes wird gefördert durch die verlässliche Präsenz, die wachsame Sorge, die Beharrlichkeit und Ausdauer der Eltern. Die Betonung von elterlicher Selbst-Kontrolle statt Kontrolle über das Kind, von Beharrlichkeit statt unmittelbarer Vergeltung, von Transparenz und Vernetzung statt einer strengen Hierarchie und von Versöhnungsschritten statt Mechanismen von Belohnung und Bestrafung eröffnet neue Beziehungsmöglichkeiten zwischen Eltern und Kind. Es wird angestrebt, dass sich bei den Beteiligten »Arbeitsmodelle« entwickeln, die nicht einer Logik der Kontrolle folgen, sondern einer Logik der Verbundenheit.


Ollefs, Barbara, Arist von Schlippe, Haim Omer & Jürgen Kriz (2009): Jugendliche mit externalem Problemverhalten. Effekte von Elterncoaching. In: Familiendynamik 34(3): S. 256-265.

abstract: Der Artikel beschreibt die erste bundesweite Erhebung zur Überprüfung der Effekte des Elterncoachings im gewaltlosen Widerstand (nach Omer & v. Schlippe). Eine Elterngruppe, die an einem Elterncoaching teilgenommen hatte (N=59, ECG), eine Stichprobe von Eltern, die an einem TEEN Triple P-Elternprogramm teilgenommen hatten (N=21, TPG), und eine Wartekontrollgruppe (N=9, WKG) wurden miteinander verglichen. In allen Gruppen zeigten die Kinder (von 11 bis 18 Jahren) oppositionelles, aggressives, dissoziales Verhalten bzw. Störungen in der Aufmerksamkeit. Als Erhebungsinstrumente wur den eingesetzt: ein »Fragebogen zur Elterlichen Präsenz«, die »Child Behavior Checklist«, das »Beck-Depressions- Inventar« und der »Erziehungsfragebogen für Jugendliche«. Die Ergebnisse zeigen in beiden Interventionsgruppen signifikante Verbesserungen in der »Elterlichen Präsenz«. Verbesserungen im »externalen Problemverhalten « der Kinder und Jugendlichen lassen sich nur in der ECG, nicht in der TPG feststellen. Ein verbessertes »Erziehungsverhalten der Eltern« und ein signifikanter Rückgang der »elterlichen Hilflosigkeit und Depressivität« sind in beiden Interventionsgruppen zu verzeichnen. Die psychometrische Überprüfung des »Fragebogens zur Elterlichen Präsenz« zeigt signifikante Interkorrelationen mit den anderen eingesetzten Instrumenten.


Grabbe, Michael (2009): Es gibt keinen Weg zu einer guten Beziehung – eine gute Beziehung ist der Weg. Bündnisrhetorik und praktische Beziehungsgestaltung von Eltern mit ihren Kindern. In: Familiendynamik 34(3): S. 266-274.

abstract: Eine Kernfrage in hocheskalierten Eltern-Kind-Beziehungen ist, wie die Beteiligten wieder zu einer Art des gemeinsamen Sprechens gelangen, das ihnen ermöglicht, sich wieder zusammenzuschließen – sei es für ein gemeinsames Ziel oder gegen ein Problem. Der Begriff »Bündnisrhetorik« verdeutlicht die besondere Bedeutung der gesprochenen Sprache und der damit verbundenen Haltung. Es werden eskalationsfördernde Positionen und Haltungen beschrieben, anschließend werden »Dimensionen einer »guten Beziehung« erarbeitet, die sich in der Balance zwischen einer Reihe von Polen ausdrückt: Nähe vs. Distanz; Autonomie vs. Bindung; Lust vs. Pflicht; Instabilität und Aufregung vs. Stabilität und Sicherheit; Bestimmen vs. Sich-Anschließen; Geben vs. Nehmen. In all diesen Dimensionen kann daran gearbeitet werden, eine verlorengegangene gute Beziehung »wiederzufinden«.


Lemme, Martin, Ruth Tillner & Angela Eberding (2009): Neue Autorität in der Schule. In: Familiendynamik 34(3): S. 276-283.

abstract: Ausgehend von einer kurzen Darstellung, unter welchen Umständen Lehrer ihre Präsenz verlieren können, wird im Artikel beschrieben, was professionelle Präsenz und neue Autorität bedeuten und wie sie wahrgenommen werden. Professionelle Präsenz wird anhand von sechs Prinzipien näher erläutert. Anhand von sechs Aspekten werden Tools und Interventionen auch anhand von Beispielen beschrieben, die im »präsenten« Handeln genutzt werden können. Systematisch eingesetzt, können sie von einzelnen Lehrpersonen bis hin zu ganzen Kollegien zu einem Konzept entwickelt werden. Die AutorInnen berichten anhand von Beispielen von ihren Erfahrungen in verschiedenen Schulen und vermitteln ein Bild, wie Lehrerinnen durch eigene Stärkung sowohl präventiv als auch akut mit destruktivem und gewaltbereitem Verhalten umgehen können.


Retzlaff, Rüdiger, Stefan Beher, Wilhelm Rotthaus, Jochen Schweitzer & Kirsten von Sydow (2009): Systemische Therapie mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Zum aktuellen Stand der Wirksamkeitsforschung. In: Familiendynamik 34(3): S. 284-295.

abstract: Dieser Artikel gibt einen Überblick über Wirksamkeitsstudien, die seit Fertigstellung der Expertise zur Systemischen Therapie im Jahr 2006 identifiziert wurden und zusammen mit dieser die Grundlage bilden, auf der Systemische Therapie in Deutschland sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene die Anerkennung durch den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) erreicht hat. Nach einer Diskussion der Forschungslage werden mögliche Auswirkungen auf die systemische Praxis und Forschung sowie auf die systemischen Ausbildungen reflektiert.


Fischer, Hans Rudi, Arist von Schlippe & Ulrike Borst (2009): Feldpost: Welche Einladungen nehme ich an? In: Familiendynamik 34(3): S. 296-297


Gimeno, Alberto & Arist von Schlippe (2009): Familientherapeutische Instrumente in Familienunternehmen. Arist von Schlippe im Gespräch mit Prof. Dr. Alberto Gimeno. In: Familiendynamik 34(3): S. 298-301


Büll, Sonja, Charles M. Borduin, Haim Omer, Arist von Schlippe & Jochen Schweitzer (2009): Der besondere Fall: Die überforderten Großeltern. In: Familiendynamik 34(3): S. 302-307


Levold, Tom (2009): Zurück-Geschaut: Das "Rätsel Ödipus" - ein guter Begleiter. In: Familiendynamik 34(3): S. 308-310


Weyand, Gabriele (2009): FilmDynamik: Gesprengte Ketten – Effi Briest in einer Neuverfilmung. In: Familiendynamik 34(3): S. 311-314



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