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systemagazin-special: "Besondere Begegnungen"

Andreas Manteufel: Was mich damals enttäuschte, hatte doch seinen Sinn


1994 fand in Prag ein Familientherapie-Kongress statt, an dem ich als „Novize“ stolz teilnahm. Ich besuchte den Workshop mit Steve de Shazer. Er hatte ein „Reflecting Team“ mitgebracht, Ausbildungskandidaten bei ihm, Skandinavier. Sie hockten in einem Stuhlkreis auf der Bühne, von der aus der prominenteste Vertreter der lösungsorientierten Kurztherapie über seine Arbeit berichtete. Ich wagte es, eine Frage zu stellen: Wie er zu seiner Methode gefunden habe, ob er über die Hintergründe des Vorgehens etwas sagen könnte. „I wrote books“, raunzte er zurück, darin könne man alles nachlesen. Die Fragestunde war damit beendet. Ein Therapeut aus Prag kam mit einem Klienten aus seiner Praxis auf die Bühne, um mit dem, über den man alles in seinen Büchern nachlesen kann, eine Konsultation abzuhalten. Es wurde über Entwicklungen und Fortschritte in der Therapie gesprochen. Im Anschluss setzte sich der Meister zum Reflektieren mit seinen Skandinaviern zusammen und sie tuschelten etwas Unverständliches miteinander. Als Ergebnis wurde verkündet, dass man den Klienten und den Therapeuten ermutigen müsse, „weiter so“ zu machen. Ende.
Erstens: Solche „Typen“ muss es eben geben. Für so etwas geht man ja auch auf Tagungen.
Zweitens: Das nur scheinbar simple Konzept der Ermutigung hat mich nie losgelassen. Um bei schwer kranken Menschen einfache Worte der Ermutigung, nicht aus Hilflosigkeit, sondern aus Überzeugung aus zu sprechen, muss man schon wieder ein bisschen Mut haben. Häufig bewirkt so etwas mehr, als ausgeklügelte therapeutische Interventionen.
Das Konzept der Ermutigung durchzieht die Arbeiten von Alfred Adler und aller Erziehungsratgeber in seiner Nachfolge. Die Szene in Prag 1994 aber hat sich in meinem episodischen Gedächtnis festgesetzt und begleitet mich von dort aus durch meinen beruflichen Alltag als Inspirationsquelle.
Was mich damals enttäuschte, hatte doch seinen Sinn. Frohe Weihnachten wünscht
Andreas Manteufel, Bonn



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