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Neuvorstellung zur Übersicht
01.09.2012
Ulrike Behme-Matthiessen, Thomas Pletsch, Kerstin Bock & Andree Nykamp: Handbuch Familienklasse. Multifamiliencoaching im Unterricht
Ulrike Behme-Matthiessen et al: Handbuch Familienklasse Shaker-Verlag, Aachen 2012

186 S.

Preis: 19,90 €

ISBN-10: 3844006907
ISBN-13: 978-3844006902
Shaker-Verlag





Jürgen Hargens, Meyn:

Dieses Buch ist eine Antwort von PraktikerInnen auf die zunehmende Zahl von sog. „Problemen“ mit SchülerInnen in der Schule. Die Zahl steigt weiterhin, so dass man/frau in der Tagesklinik Baumhaus für Kinder und Jugendliche des Schlei-Klinikums Schleswig andere Wege ging. Die Ideen der Multi-Familientherapie (Eia Asen) standen Pate, wurden im Konzept der Familienklasse umgesetzt. Und wie sich zeigte, war man/frau anderenorts, in Dänemark oder Großbritannien, diese Wege bereits vorausgegangen. So entstand FiSch – Familie in Schulen, ein Projekt, in dem alle ExpertInnen mitarbeiten und sich gegenseitig (unter-)stützen.

Das Grundprinzip erscheint so einleuchtend und einfach, dass man sich fragen könnte, wieso es nicht schon früher und so konsequent umgesetzt wurde. Im Mittelpunkt steht die grundsätzlich wertschätzende Haltung allen, insbesondere den Kindern gegenüber. Eltern sind im Unterricht nicht nur anwesend, sondern übernehmen auch aktive – natürlich geplante und gemeinsam abgesprochene - Aufgaben. Im Mittelpunkt steht die Erarbeitung konkreter (Leistungs-) Ziele für jedes Kind sowie die kleinen Schritten auf dem Wege dorthin. Eingebunden in die Zusammenarbeit von Eltern und Lehrerschaft vor Ort, eingebettet in kontinuierliche Reflexionen und wertschätzende Rückmeldungen zu den Fortschritten.

Das mag hier abstrakt oder kompliziert klingen, ist aber in der Praxis erprobt und im Buch werden dazu auch Vorgehensweisen beschrieben und Beispiele genannt.

Doch das ist nur ein Teil des Handbuches.

Der Schulpsychologe des Kreises Schleswig-Flensburg, Roland Storjohann, berichtet über ein kleines Wunder – über FiSch an Regelschulen des Kreises. Obwohl anfangs keine der beteiligten Institutionen mitzog, tat dies dem Enthusiasmus der Initiatoren, die sich vom Schleisymposium im September 2008 begeistern ließen (u.a. stellte Eia Asen hier das Konzept der MFT vor, führte einen Workshop durch und die dänischen KollegInnen präsentierten ihre praktisch Arbeit – vgl. dazu auch den Tagungsbericht von Heinz Graumann "Schlei-Symposium: „Multifamilientherapie – Möglichkeiten für Klinik und Schule": Ein systemisches Highlight ganz im hohen Norden, systemagazin, 3.11.2008).

So werden kleine Revolutionen geschaffen. Dazu findet sich in diesem Handbuch noch mehr: aus Bremen und Hessen (Aßlar) berichten PraktikerInnen, ebenso aus Großbritannien (London) und Dänemark (Helsingör), wo derzeit daran gedacht wird, dieses Modell bereits in vorschulischen Einrichtungen zu implementieren.

Und auch der wissenschaftliche „Ritterschlag“ wird nicht vergessen – Julia Bischoff-Weiß führte an der Flensburger Universität eine wissenschaftliche Begleituntersuchung durch, die u.a. zu dem Fazit kommt „Der Nutzen von FiSch ist in einer Bandbreite von Veränderungen sowohl bei Kindern (z.B. Arbeitsverhalten, regelkonformes Verhalten) als auch bei den Eltern (z.B. Gelassenheit im Umgang) und in der Stammschule (z.B. neue Strukturierung der Angebote) zu sehen.“ (S. 103). Hervorgehoben wird die Bedeutung „Orientierung an den Zielen und die damit verbundene Transparenz“ sowie „Aspekte der Gemeinsamkeit mit anderen Eltern“ (S. 104).

Das Buch ist klar in der Sprache, benennt die bedeutsamen (Struktur-) Faktoren, gibt praktische Empfehlungen und macht Mut – gerade durch die Praxisberichte aus anderen Gegenden. Es sollte für alle pädagogisch Tätigen zu einer Pflichtlektüre werden, auch (oder insbesondere) deshalb, weil es zeigt, dass etwas möglich ist zu tun (und zu ändern). Oder – in leichter Abwandlung der Idee des Buches, Kinder in ihrem Lernen/Entwickeln zu unterstützen – es kann Fachleute helfen, dazu zu lernen und das eigene Handeln zu ändern..





Link zu Vorwort und Inhaltsverzeichnis

Und hier geht es zu einem Arbeitsbericht der vier AutorInnen "FiSch – Familie in Schule", der 2009 in systhema erschien

Eine website des Projekts gibt es auch, und zwar hier…





Verlagsinformation:

"Jedes fünfte Kind ist verhaltensauffällig. dabei die unterschiedlichen Kontexte, in Viele kommen mit dem schulischen Alltag nicht zurecht, fühlen sich den Leistungsanforderungen nicht gewachsen. Angesichts der massiven Verhaltensprobleme wird eines deutlich: Schule allein kann das nicht schaffen. Das Elternhaus muss mit einbezogen werden" ( Monika Gras, ZDF nano, Juni 2010). Familienklasse, family education, familie klasser, FiSch – es gibt verschiedene Modelle, wie Familie und Schule gemeinsam an positiven Lernerfahrungen und schulbezogenen Lösungen arbeiten. Ob der Ablauf eher unterrichtsbezogen ist oder ob Familienaktionen einen größeren Raum einnehmen, ob es sich um Grundschüler handelt oder ob mit Jugendlichen gearbeitet wird – gemeinsam ist eine ressourcenorientierte Haltung, die den Blick auf die Stärken lenkt. Gemeinsam ist auch ein Vorgehen, das die Verantwortung bei den Familien belässt und Rahmenbedingungen schafft, unter denen Familien hilfreich für andere Familien sind und neue Perspektiven und Sichtweisen zu manchmal ungewöhnlichen Lösungen führen. In diesem Handbuch werden neben »FiSch« Familienklassenmodelle aus Hessen und Bremen sowie aus Dänemark und England vorgestellt. Spannend sind dabei die unterschiedlichen Kontexte, in denen Familienklassen stattfinden: Von der Klinik über die Jugendhilfe bis in den Regelschulbereich findet dieses Modell zunehmend Verbreitung. Die Absicht der Autoren ist es, ein Praxishandbuch mit unterschiedlichen Theorieperspektiven anzubieten: "Wenn wir dabei zur Umsetzung der Arbeit mit Familien in der Schule anregen oder bestehende Arbeiten inspirieren, sehen wir das Ziel dieses Buches als erreicht an".



Über die AutorInnen:


Ulrike Behme-Matthiessen: Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Syste­ mische Familientherapeutin, Leiterin der Tagesklinik Baumhaus / Schleswig am Schleiklinikum Schleswig, Fachklinik für Kinder­ und Jugendpsychiatrie

Kerstin Bock: Grund­ und Hauptschullehrerin an der Schule Hesterberg/Schleswig

Andree Nykamp: Sonderschullehrer an der Schule Hesterberg/Schleswig

Thomas Pletsch: Arbeitspädagoge / Transaktionsanalytiker, Psychotherapie (HPG), Leiter der Abt. kreative Therapien am Schleiklinikum Schleswig, Fachklinik für Kinder­ und Jugendpsychiatrie



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