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Neuvorstellung zur Übersicht
07.02.2011
Johanna Fleischhauer: Von Krieg betroffene Kinder. Eine vernachlässigte Dimension von Friedenskonsolidierung. Eine Untersuchung psychosozialer Intervention für Kinder während und nach bewaffneten Konflikten am Beispiel Eritreas
Fleischhauer: Von Krieg betroffene Kinder Verlag Budrich UniPress, Opladen & Farmington Hills 2008

400 S., broschiert

Preis: 39,90 €

ISBN-10: 3940755117
ISBN-13: 978-3940755117
Verlag Budrich UniPress





Tom Levold, Köln:

Die Autorin des vorliegenden Bandes, Johanna Fleischhauer, Politikwissenschaftlerin und Soziologin aus Bochum, hat ihre berufliche Karriere nicht in einem wissenschaftlichen Kontext absolviert. Bis vor einiger Zeit war sie hauptberuflich als Dozentin an Fachschulen für Sozialpädagogik tätig und ist jetzt im Ruhestand. Neben ihrer Berufstätigkeit hat sie sich aber seit den 70er Jahren immer wieder mit besonderem persönlichen Einsatz mit der Situation in diesem Land, das etwa ein Drittel der Fläche der Bundesrepublik hat, beschäftigt. Ein Höhepunkt ihrer Auseinandersetzung mit diesem kleinen ist diese Studie über vom Krieg betroffene Kinder in Eritrea, die 2007 an der Universität Duisburg-Essen als Promotionsschrift eingereicht wurde. Am ersten Februar dieses Jahres wurde Johanna Fleischhauer hierfür mit dem Forschungspreis der Josef- Popper-Nährplicht-Stiftung ausgezeichnet, der für WissenschaftlerInnen ausgelobt wird, die herausragende Abschlussarbeiten zum Thema Armut oder Grundsicherung verfasst haben.
In der öffentlichen Wahrnehmung ist in den vergangenen Jahrzehnten die Aufmerksamkeit für das Thema Kinder und Krieg in erster Linie auf das Schicksal der Kindersoldaten gelenkt worden. Zwar dürfte klar sein, dass die Lebenslage von Kindern aus der Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten immer massiv durch das Kriegsgeschehen beeinflusst wird, aber dennoch ist ihre Situation wenig erforscht und kaum im Fokus der Öffentlichkeit. Die Dringlichkeit der Beschäftigung mit dieser Frage liegt aber auf der Hand, vor allem angesichts der Tatsache, dass es sich immer weniger um Kriege zwischen Staaten und Armeen handelt als um dauerhafte, oft langwierige bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Einheiten, die auf dem Rücken der Zivilbevölkerung ausgetragen werden: "Es ist bekannt, dass im Lauf des 20. Jahrhunderts die Quote der Zivilisten an den Kriegsopfern anstieg; sie wird in aktuellen Konflikt mit etwa 90 % angegeben.Seit 1996 hat die Zahl in Kriegen getöteter Kinder diejenige der gefallenen Kombattanten übertroffen" (Seite 21).
Zu den wichtigsten Aufgaben in den von Kriegen betroffenen Gebieten der Welt, insbesondere in Afrika, gehören daher Initiativen zum Peace Building. Diese lassen sich aber nicht auf politische und institutionelle Interventionen alleine begrenzen. Mit einem interdisziplinären Ansatz, der politikwissenschaftliche und psychologische Konzepte integriert, untersucht Johanna Fleischhauer Konzepte zur Friedenskonsolidierung und Schaffung von Sicherheit auf ihre Eignung, die psychosozialen Konflikterfahrungen der betroffenen Menschen zu berücksichtigen und Interventionen zu entwickeln, die auch auf der Mikro-Ebene helfen können, Traumata von Menschen zu heilen, die durch den Krieg verletzt wurden bzw. gar nichts anderes als Krieg kennengelernt haben. Gerade der konstruktive Umgang mit psychosozialen Kriegsfolgen dürfte für die Entwicklung von Frieden von großer Bedeutung sein.
Neben der persönlichen Verbundenheit der Autorin mit Eritrea ist die Wahl dieses Landes für eine solche Studie besonders geeignet, weil sich in ihm in den vergangenen Jahrzehnten sehr verschiedene Stadien von Krieg und Frieden mit einer ihnen je eigenen Dynamik ausmachen lassen. Von 1961 bis 1991 kämpften die Eritreer gegen die äthiopischen Besatzer mit wechselnden Erfolgen. In den befreiten Gebieten wurden Zivilstrukturen aufgebaut, deren Erhaltung aber immer wieder durch den Kriegsverlauf bedroht war und die Zivilbevölkerung einer Dauerspannung ausgesetzt war. Von 1991 bis 1998 gab es eine Phase der „Transition und Konsolidierung nach Erreichen der Unabhängigkeit“ (S. 124 ff.), die 1993 erfolgte. 1998 kam es dann bis 2000 zu einem weiteren „Grenz-Krieg“, dem sich bis heute eine „prekäre Kriegsfolgezeit“ anschloss, charakterisiert durch einen „Spannungszustand als prägender Faktor persönlicher Lebensbedingungen“, der den Betroffenen ein ständiges Leben zwischen Krieg und Frieden auferlegt.
Wirklichen Frieden hat das Land bis heute nicht gefunden. Das gilt auch für den inneren Frieden. Wikipedia zufolge betrachten viele internationale Beobachter das politische System in Eritrea als repressiv oder gar als Diktatur. Eritra ist das Schlusslicht auf der jährlich erscheinenden Rangliste der Pressefreiheit von „Reporter ohne Grenzen“, noch hinter Nordkorea und Turkmenistan Regierungskritiker, Deserteure und Eritreer, die im Ausland um ersucht haben, werden laut Informationen von Amnesty International inhaftiert und gefoltert. Die Rahmenbedingungen für die Schaffung von Frieden, denen dieses Buch gewidmet ist, haben sich also immer wieder verändert.
Sicherheit ist das Schlüsselwort dieser Arbeit. Während die traditionelle Politikwissenschaft, die noch der Konfliktdynamik des kalten Krieges verhaftet war, bis in die 90er Jahre hinein darunter in erster Linie, und recht oberflächlich, politische und militärstrategische Konzepte von „state security" bzw. „national security" verstand (S. 40f.), wurde der Fokus 1994 infolge einer Studie mit dem Titel „Human Development Report“, die vom „Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen“ erstellt wurde, zunehmend auf das Konzept der „Human Security“ erweitert, welches auch „umweltbedingte, ökonomische, personelle und politische Bedrohungen, Ernährungs- und Gesundheitsrisiken sowie die gefährdete Sicherheit sozialer Gemeinschaften und Kulturen“ einbezog (ebd.).
Diesem erweiterten Sicherheitskonzept auf Makro-Ebene stellt Fleischhauer die Berücksichtigung der psychosozialen Situation von Krieg betroffener Kinder zur Seite, die aus ihrer Sicht ebenfalls eine bedeutsame, aber vernachlässigte Dimension der Friedenskonsolidierung darstellt. Zur Einordnung der Erfahrungen der betroffenen Personen bezieht sich Fleischhauer gut begründet auf die traumapsychologischen Arbeiten von David Becker und Hans Keilson, die im Unterschied zu vielen anderen individuell ausgerichteten psychotraumatologischen Konzepten die sozialen und politischen Kontextbedingungen ausdrücklich in ihr Verständnis von Traumatisierung mit aufnehmen. Becker ist durch seine Arbeit mit Folteropfer in Diktaturen wie z.B. Chile bekannt geworden, Hans Keilson durch seine Untersuchungen der Traumatisierung von jüdischer Kinder, die während der Nazi-Verfolgung ihre Eltern verloren und den Terror unter falscher Identität und in Verstecken überlebten. Keilson untersuchte circa 1850 Dossiers solcher Kinder, von denen er nach 25 Jahren 204 repräsentativ ausgewählte Überlebende erneut befragen konnte (eine Rezension seiner Untersuchung aus dem systemagazin findet sich hier: http://www.systemagazin.de/buecher/neuvorstellungen/2006/01/keilson_traumatisierung.php ). Er trug dazu bei, Traumatisierung „nicht als singuläres, zeitlich begrenztes Ereignis aufzufassen sondern als lebenslangen, und über Generationen tradierten Prozess, der sich in Abhängigkeit von externen (politischen, sozialen, kulturellen) Ereignissen entwickelt“ (63f).
Diesen Ansatz zu verfolgen, hat sich in der vorliegenden Studie als fruchtbar herausgestellt. Johanna Fleischhauer interviewte im Jahre 2003 30 Eritreer/innen im Alter von 15 bis 37 Jahren, also eine Gruppe, die Auskunft über die verschiedenen oben erwähnten Kriegs- und Konfliktphasen geben konnten, die sie als Kinder erlebt hatten. Das Sample bestand „aus Personen, die während des Krieges eine von der Unabhängigkeitsbewegung EPLF gegründete Internatsschule, die Zero School, besuchten“ (81). Die semi-strukturierten Interviews bestanden in „narrativen Techniken des problemzentrierten Typs“ (83). Dass für die Durchführung dieser Gespräche nicht nur ein besonderes Vertrauensverhältnis unabdingbar war, sondern auch viel Zeit und Geduld, lässt sich leicht vorstellen. Eindrucksvoll, wie Johanna Fleischhauer diese Arbeit im Alleingang organisiert hat und ihre langjährige Erfahrung im Land als Vertrauenskapital einsetzen konnte: „Vorerfahrungen zu der empirischen Untersuchung konnten im Juli 2000 in Asmara, Barentu und im Flüchtlingslager Mai Habar durch Gespräche mit Eltern, Erzieherinnen und Kindern, die den Krieg überlebt hatten, gesammelt werden. Bei Aufenthalten der Verfasserin in Asmara, Decamhare und Senafe im Juni 2002 wurde die empirische Untersuchung vorbereitet, von März bis Mai 2003 in Asmara durchgeführt und im November 2004 aktualisiert. Im Oktober 2006 wurden die Ergebnisse der Analyse mit eritreischen Experten abschließend diskutiert“ (81).
Die entlang der vorgestellten Kriegsphasen geordneten Interviews geben interessante Einblicke in die Geschichte und Lebenssituation (nicht nur) der Kinder in Eritrea sowie der Versuche, trotz der Kriegssituation gute Versorgungs- und Bildungsstrukturen aufzubauen, ergänzt durch eine unglaubliche Fülle von politischen, ökonomischen und militärischen Informationen und Materialien über die jeweiligen historischen Zeitabschnitte. In jedem Absatz wird deutlich, wie intensiv sich Fleischhauer mit der Materie beschäftigt hat und wie wenig man sich hierzulande ein Bild von der Lage des Landes machen konnte und kann.
Dass äußere ebenso wie die emotionale Sicherheit die zentralen Aspekt bei einer gelungenen Bewältigung von Kriegserfahrungen darstellen, ist schon angeklungen. Besonderen Augenmerk legt die Autorin auf die kriegsbedingten Trennungen der Kinder von ihren Müttern, denen ein eigenes Kapitel gewidmet ist.
Über die Chancen von Heranwachsenden, sich in Nachkriegsgesellschaften integrieren zu können, entscheiden Fleischhauer zufolge „drei komplexe Faktoren (…): — Sequentielle psychosoziale Belastungsprozesse in Phasen offener Gewalt und Folgezeiten; — Sozial-emotionale Bindung, Unterstützung und Wertschätzung während der verschiedenen Sequenzen; — Lebensbedingungen und -perspektiven in Nachkriegsphasen“ (343). Die zwangsläufig vorhandenen Belastungen können dabei immer wieder auch durch Ressourcen aufgefangen werden. Die spannende Frage dabei ist, „ob und unter welchen Bedingungen Kinder eine Tiefenbindung an friedliche Verhältnisse entwickeln können, wenn sie in Kriegen und in nur partiell zivilisierten Kriegsfolgesituationen aufwachsen“ (352f.). Die Studie weist nach, dass dies bei einer Gruppe von Kindern gelingen kann, die ein Mindestmaß an physischer Sicherheit erfahren haben, über stabile soziale Bindungen an erwachsene Bezugspersonen und Gleichaltrige verfügen, kulturell verankerte Wertschätzung als Kinder erleben können, auf Ansätze staatlicher Organisation und normativer Regelung des Zusammenlebens zurückgreifen können und an einer „politischen Vision“ (!) teilhaben können (353).
Für psychosoziale — und eben nicht nur ökonomische oder politische — Interventionsprogramme für kriegstraumatisierte Kinder bedeutet dies in der Konsequenz die Schaffung institutioneller und personaler Ressourcen, u.a.: „— Bezugsgruppen, in denen Kinder ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Erziehungsmilieu mit sozial-emotionaler Qualität finden können oder bereits gefunden haben, — , indigene Integrations- und Heilverfahren mit therapeutischer Wirkung, — lokale, wissenschaftlich ausgebildete Experten mil Erfahrung, commitment und Empathie in der Begleitung von Kindern, — , hybride Ansätze in Theorie und Praxis, die bereits kooperativ von einheimischen und externen Experten entwickelt wurden“ (345).
Bettlektüre ist das alles nicht. Es handelt sich immerhin um eine — zu Recht ausgezeichnete — wissenschaftliche Studie mit einem entsprechend elaborierten Stil der Darstellung, der vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Allerdings kenne ich kaum ein Buch, in dem auf 400 Seiten so viel über die konkrete Lebenssituation von Kindern und Erwachsenen in einem kriegsgebeutelten afrikanischen Land zu erfahren ist wie in diesem Band. Es führt uns vor Augen, wie ignorant wir doch im allgemeinen selbst als Tageszeitungsleser mit der Lebenssituation in den afrikanischen Kriegsregionen umgehen (in einem Exkurs geht Fleischhauer auch auf die psychosoziale Situation von Kindern in der Geschichte dreier anderer afrikanischer Länder ein: Mosambik, Südafrika und Ruanda). Vor allem aber zeigt er uns, dass Peace Building nicht bei politischen Maßnahmen und wirtschaftlicher Unterstützung stehen bleiben darf, sondern darüber hinaus verstärkt die Mikro-Ebene psychosozialer Gemeinschaft in den Blick nehmen muss. Und das ist angesichts der auf uns zu kommenden Entwicklungen in der Welt ein so wichtiger Befund, dass das Buch auch denen empfohlen werden muss, die sich bislang noch nicht mit diesem Thema befasst haben.





Eine weitere Rezension von Manfred Liebel für socialnet.de





Verlagsinformation:

Wie wachsen Kinder unter Kriegseinfluss heran? Die Autorin untersucht dies mit Hilfe politikwissenschaftlicher Konzepte (post-conflict peacebuilding, Human Security) und traumapsychologischer Theorien (Keilson, Becker). Damit soll auf ein bei der Friedenskonsolidierung vernachlässigtes Dilemma hingewiesen werden: Kinder sind psychisch in bewaffneten Konflikten besonders verwundbar, doch soll ihre Generation nach Kriegsende Verantwortung für Frieden und Entwicklung tragen.


Inhalt:

1. Einleitung
2. Friedenskonsolidierung und psychosoziale Unterstützung von Krieg betroffener Kinder - ein interdisziplinäres Untersuchungsprojekt
2.1 Friedenskonsolidierung unter Beachtung kind- und jugendgemäßer Entwicklungsbedingungen
2.1.1 Konsolidierung des Friedens: ein komplexes Konzept
2.1.2 Human Security als Bezugsrahmen fiir Konzepte zur Unterstützung von Krieg betroffener Kinder
2.1.3 Bedeutung sozialer Integration von Kindern und Jugendlichen in Konflikt- und post-conflict-Situationen
2.2 Erforschung extremer psychosozialer Erschütterung durch politisch bedingte Gewalt
2.2.1 Traumadefinitionen
2.2.2 Traumatisierung durch politisch motivierte Gewalt
2.2.3 Traumatisierung als langfristig, in Sequenzen wirkender Prozess
2.2.4 Auswirkungen von Krieg auf Kinder
2.3 Hypothesen der Untersuchung
2.4 Methodik
3. Kriegs- und Nachkriegsphasen in Eritrea 1961-2003 und ihre Bedeutung für die psychosoziale Entwicklung von Kindern
3.1 Dreißigjähriger Krieg um die Unabhängigkeit Eritreas (1961-91)
3.1.1 Politische Rahmenbedingungen für die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen während des Krieges
3.1.2 Drei Sequenzen psychosozialer Belastung und Entwicklung
3.2 Transition und Konsolidierung nach Erreichen der Unabhängigkeit (1991-98)
3.2.1 Friedenskonsolidierung unter nationaler Führung
3.2.2 Die vierte Sequenz: Integration in die zivile Gesellschaft und ihre vielschichtigen Probleme
3.3 Der Äthiopisch-eritreische "Grenzkrieg" (1998-2000)
3.3.1 Austragungsphase des Konflikts und Aktivitäten zur Unterstützung von Kindern
3.3.2 Die fünfte Sequenz: Zusammenbruch von Hoffnungen und neue Extremerfahrungen
3.4 Prekäre Kriegsfolgezeit seit 2000
3.4.1 Spannungszustand als prägender Faktor persönlicher Lebensbedingungen
3.4.2 Die sechste Sequenz: Leben zwischen Krieg und Frieden
3.5 Die sechs Sequenzen als fortlaufender Entwicklungsprozess
4. Psychosoziale Belastungspotentiale durch Krieg, Human Security und soziale Ressourcen in Eritrea
4.1 Kriegs- und Nachkriegszeiten als Sequenzen psychosozialer Belastung und Unterstützung
4.2 Sicherheit: maßgeblicher Faktor fiir die Entwicklung von Krieg betroffener Kinder
4.3 Langfristige Wirksamkeit sozialer Ressourcen
4.4 Soziokulturelle Wertschätzung von Kindern
4.5 Schlussfolgerungen: Human Security unter besonderer Beachtung von Kindern
5. Bedeutung der Entwicklungsphase eines Kindes bei der kriegsbedingten Trennung von seiner Mutter
5.1 Trennung im ersten bis vierten Lebensjahr (Kleinkindphase)
5.2 Trennung im fünften bis sechsten Lebensjahr (Vorschulphase)
5.3 Trennung im siebten bis zehnten Lebensjahr (Elementarschulphase)
5.3.1 Bedeutung erwachsener Bezugspersonen
5.3.2 Beziehung zu Gleichaltrigen
5.3.3 Bildung und Lernen
5.3.4 Die Bombenangriffe: psychosoziale Folgen und Hilfen
5.3.5 Bedeutung einer politischen Vision und eines aktiven Lebensstils
5.4 Trennung im elften und zwölften Lebensjahr (Übergang von der Kindheit zur Adoleszenz)
5.5 Trennung im dreizehnten und fünfzehnten Lebensjahr (Adoleszenz)
5.6 Zusammenfassung: Altersspezifische Bedeutung sozialemotionaler Sicherheit für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern
6. Exkurs: Zur psychosozialen Situation von Kindern in drei anderen afrikanischen Konfliktgebieten
6.1 Mosambik: Die Bedeutung soziokultureller Friedensressourcen
6.1.1 Friedenskonsolidierung nach zwei lang andauernden Kriegen
6.1.2 Psychosoziale und kulturelle Beiträge zur Konsolidierung des Friedens
6.2 Südafrika: Vermächtnisse der Apartheid
6.2.1 Vom Anti-Apartheid-Kampf zur Konsolidierung eines demokratischen Systems
6.2.2 Bearbeitung psychosozialer Folgen der Apartheid
6.3 Ruanda: Kinder im Schatten eines Völkermordes
6.3.1 Entwicklungsgeschichte, Verlauf und Folgezeit des Genozids
6.3.2 Prekäre Bearbeitung des Völkermordes; psychosoziale Hilfen für Kinder
6.4 Gewaltstrategien, psychosoziale Auswirkungen und Unterstützungspotentiale für Kinder im Vergleich
7. Zusammenfassung: Risiken und Chancen Heranwachsender beim Übergang vom Krieg zum Frieden
7.1 Langfristige psychosoziale Kriegsfolgen belasten Friedensprozesse
7.2 Grundsätze psychosozialer Intervention für Kinder
7.3 Soziale Ressourcen zur Unterstützung von Kindern
7.4 Für Kinder engagierte Initiativen in diversen politischen Kontexten
7.5 Psychosoziale Förderung von Kindern im Rahmen von Human Security und Friedenskonsolidierung
8. Literatur


Über die Autorin:

r. Johanna Fleischhauer, Politikwissenschaftlerin und Soziologin, arbeitete als Dozentin an Fachschulen für Sozialpädagogik. Eritrea ist ihr seit den 1970er Jahren aus Studienaufenthalten bekannt. Sie führte dort 2003 eine empirische Untersuchung durch, die in den folgenden Jahren aktualisiert wurde.



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