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Kurzvorstellung zur Übersicht
23.04.2008
Jürg Willi: Wendepunkte im Lebenslauf. Persönliche Entwicklung unter veränderten Umständen – die ökologische Sicht der Psychotherapie
Willi: Wendepunkte Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2007

369 S., geb.

Preis: 22,50 €

ISBN-10: 3608944389
ISBN-13: 978-3608944389
Verlag Klett-Cotta





Hans-Georg Pflüger, Bad Wimpfen:

P. Mercier vergleicht in seinem sehr lesenswerten Bestseller „Nachtzug nach Lissabon“ das Leben mit einer Reise in einem fahrenden Zug, in welchen er weder freiwillig eingestiegen ist noch das Ziel kennt und an dem zudem wechselnde Lebensräume vorbeiziehen. Fast schicksalhaft scheint / ist seine Hauptfigur der Geschwindigkeit und Richtung der Geschehnisse ergeben – immer verbunden mit den Fragen nach den Einflüssen der äußeren Lebensumstände und dem Entdecken der individuellen Persönlichkeit. Genau darum geht es in J. Willis neuem Werk. Der Autor nimmt Lebensveränderungen und -umbrüche in den Blick: selbst gestaltete oder durch äußere Umstände stark beeinflusste, wie Umzüge, Karriereschritte, Krankheiten oder psychische /physische Verletzungen relevanter Personen. Sie rufen Wendepunkte im Leben hervor, die der Persönlichkeitsentwicklung eine neue Richtung und Chancen oder Begrenzungen geben können. Die Einflüsse des unmittelbaren Lebensumstandes und die der globalisierten Welt veranlassen das Individuum, sich eine Nische der Ruhe und Geborgenheit zu suchen. Aus dieser heraus entdeckt es mittels zwischenmenschlicher Begegnungen sein wahres Selbst. Verbunden mit dieser Entdeckungsreise ist der Wunsch, dass der Suchende aufmerksam, ansprechbar und aufnahmebereit für Signale äußerer Einwirkungen in seiner Biografie ist und bleibt. Der bekannte Paartherapeut legt also den „Fokus auf die Entwicklung in der Gestaltung der Beziehungen und nicht auf die persönliche Entwicklung …“ (S. 308). Er konzentriert sich in seinem ökologischen Therapieansatz auf persönliche Umweltbedingungen, die Einflüsse zwischenmenschlicher Kontakte, die Geschichte als subjektivem Bericht und die individuelle Verwirklichung im er- und gelebten Kontext sowie den dem Individuum inne liegenden Wendungen zur Selbstverwirklichung, zum Guten oder auch zum Bösen. Diese Perspektive grenzt sich so zu anderen Psychotherapieformen ab, welche die Persönlichkeitsentwicklung mit dem Erwerb von charakterlichen Strukturen und Differenzierungen fokussieren. Der Autor rechnet sein psychotherapeutisches Vorgehen, basierend auch auf der philosophischen Grundlage von Martin Bubers Weltbild, der Systemischen Therapie zu und weiß wohl, dass es sich bei dieser Differenzierung um zwei sich überschneidende und gegenseitig beeinflussende Perspektiven handelt. Dennoch ist ihm die Unterscheidung wichtig, nur bedingt vom äußeren Bild des Lebenslaufes auf die persönliche Entwicklung zu schließen und umgekehrt. Im Grunde bringt das Buch weder neue therapeutische Erkenntnisse noch wirft es solche Fragen auf, dennoch ist es äußerst informativ, weil es eine Tiefe, Fülle und Sorgfalt bietet, die manch vergleichbares Buch vermissen lässt.
(mit freundlicher Erlaubnis aus systhema 2007)





Zur Website von Jürg Willi (DOC)





Verlagsinformation:

Immer seltener verlaufen Biografien linear in traditioneller Weise. Menschen sind heutzutage konfrontiert mit dauernden Wechseln, was dem Leben den Anschein des Provisorischen und Vorläufigen gibt. Viele Wendepunkte sind nicht vorhersehbar oder verstehbar und hinterlassen ein Gefühl der Ohnmacht. Wie können wir solchen Belastungen psychisch standhalten, ohne zusammenzubrechen? Nur dann, wenn wir die Einschnitte im Lebenslauf als verstehbar, beeinflussbar und als sinnhaft erleben. Das sind die Ressourcen, die uns gesund erhalten, über die viele Menschen allerdings nicht verfügen. Wie kann man – trotz der Eigendynamik des Lebenslaufs, trotz allen Scheiterns ursprünglicher Lebenspläne und trotz leidvoller Erfahrungen – aus seinem Leben eine sinnvolle, glaubwürdige, also eine »gute« Geschichte machen? Jürg Willi weiß es. Themen · Wer sind die eigentlichen Regisseure unseres Lebenslaufs? · Sind wir im Grunde nicht nur Mitspieler auf der Bühne unserer eigenen Geschichte? · Was ist das Ziel unserer Lebensreise? Zu uns selbst zu kommen? Aber wann sind wir dann bei uns angekommen? · Ist unser Lebenslauf nicht immer ein Torso unserer selbst, unvollendet und unvollständig? · Welche Bedeutung haben Wendepunkte in unserem Lebenslauf? · Wie kann man seinem Leben einen Sinn geben? · Braucht es nicht die Unerfülltheit unserer Träume, um weiter auf der Suche zu bleiben? · Wie erleben wir unseren eigenen Lebenslauf? · Wie entwickelt sich unsere Persönlichkeit? · Welche Lebensthemen drängen zur Verwirklichung, welchen können wir aus dem Weg gehen?


Inhalt:

Meine persönlichen Erfahrungen als Motivation zu diesem Buch 7
1 Wie sich störende Charaktereigenschaften unter geeigneten Lebensumständen zum Guten wenden können 18
2 Lebenslauf und Persönlichkeitsentwicklung - zwei unterschiedliche Perspektiven mit weitreichenden Konsequenzen 45
3 Der ökologische Ansatz: Die Person entwickelt sich in der Wechselwirkung mit ihrer persönlichen Umwelt 72
4 Drei Formen der Selbstverwirklichung: durch Selbsterkenntnis, in der Begegnung und als tätige Verwirklichung 116
5 Was leitet und bahnt den Lebenslauf? 141
6 Wie kommt es zu einer Wende im Lebenslauf? 170
7 Der Ereignischarakter des Lebens 200
8 Wenden durch menschliche Begegnungen 214
9 Die Wende zum Bösen 240
10 Offen sein für das, worauf die Lebensumstände uns verweisen 283
11 Wende im Lebenslauf durch Psychotherapie 306
12 Persönlicher Wandel in der therapeutischen Beziehung 340
13 Mit unserem Leben am Werden der Welt mitwirken 354


Über den Autor:

Jürg Willi, Prof. Dr. med. Dr. h. c., ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, war Direktor der Psychiatrischen Poliklinik am Universitätsspital Zürich und Ordinarius für Ambulante Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Krankheiten. Er leitet jetzt das Institut für ökologisch-systemische Therapie in Zürich. Sein Standardwerk »Die Zweierbeziehung« wurde in mehr als zehn Sprachen übersetzt und fand weltweit Beachtung.





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