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Kurzvorstellung zur Übersicht
14.08.2007
Stefan Hammel: Der Grashalm in der Wüste. 100 Geschichten aus Beratung, Therapie und Seelsorge
Hammel Grashalm impress Verlag, Nierstein 2006

177 S., broschiert

Preis: 14,80 €

SBN-10: 3980977153
ISBN-13: 978-3980977159
edition impress





Matthias Ochs, Heidelberg:


„100 Geschichten aus Beratung, Therapie und Seelsorge“, so der Untertitel dieses schönen Büchleins des Pfälzer Pfarrers, Klinikseelsorgers und systemischen Hypnotherapeuten Stefan Hammel. Doch eigentlich sind hier weniger Geschichten versammelt, als vielmehr viele, viele (eben tatsächlich 100 an der Zahl) wunderbare Metaphern mit Heilungspotential für ganz verschiedene Problem- und Krisensituationen mit denen man innerhalb der conditio humana so konfrontiert werden kann. Metaphern können als Sprachbilder verstanden werden, die als handlungs- und erkenntnisleitende Modelle unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen – und damit natürlich hochrelevant für Veränderungsprozesse, wie wir sie in Therapie und Beratung, aber auch in seelsorgerischer Begleitung, vorfinden, sind. Manche der hier gesammelten Metapher-Geschichten sind länger und ausführlicher, andere hingegen kurz und knapp - wie etwa die folgende schöne Metapher (Nr. 7) mit dem Titel „Was man hört“: „Ein berühmter Posaunist wurde nach dem Geheimnis seiner Kunst befragt. Er sagte: ‚Man hört nicht nur den Atem, den du verbrauchst, sondern auch den, den du zurückbehältst’“. Im Anhang findet man dann nützliche Hinweise dazu, bei welchen Thematiken der Einsatz der Metaphern zu empfehlen ist. Zur Metapher Nr. 7 kann man lesen: „Arbeit, Burn-Out-Syndrom, Entspannung, Erfolg, Familie, Gesundheit, Partnerschaft, Pflege Prüfungsangst, Ressourcen, Stress, Workoholismus. Die Geschichte lässt sich einsetzen, wo Menschen Gesundheit und Familienleben durch die Art ihrer Arbeitsorganisation gefährden.“ Das Buch stellt eine wahre Fundgrube solcher Metaphern samt Einsatzempfehlungen dar – und ist deshalb jedem ans Herz zu legen, der gerne mit Geschichten, Bildern und Metaphern in seinem psychosozialem Tätigkeitsfeld arbeitet. Im Klappentext ist ein Zitat des Autors zu finden: „Über Metaphern soll man nicht reden, wenn man etwas mit ihnen erreichen will. Man muss in und aus ihnen sprechen“. Genau dies tut Stefan Hammel hier – und deshalb ist sein Buch sehr zu empfehlen.

(mit freundlicher Genehmigung aus systhema)




Zur website von Stefan Hammel mit Lese- und Hörproben sowie einem aktuellen Blog

Ein kurzer Vortrag des Autors über Metaphern in der systemischen Beratung





Verlagsinformation:

"Über Metaphern soll man nicht reden, wenn man etwas mit ihnen erreichen will. Man muss in und aus ihnen sprechen", sagt Stefan Hammel. Dies tut sein Buch von den ersten Seiten an: Er erzählt in Geschichten, wie man durch Geschichten Anstöße zu Veränderungen gibt.
Die 100 Kernerzählungen sind in eine Rahmengeschichte eingefasst, die augenzwinkernd in das Thema einführt. Philosophisch-hintersinnig, therapeutisch fundiert und immer wieder mit feinem Humor versetzt durchstreift das Buch die wichtigsten Gebiete beratender Tätigkeit, wie Arbeitswelt, Partnerschaft und Familie, Gesundheit, die Suche nach erfülltem Leben und den Umgang mit Verlust und Tod. Immer wieder ergeben sich verblüffende Einblicke in die Bild- und Gedankenwelt der Hypnotherapie.
Stefan Hammel lässt den Geschichten den Vortritt. Sein fachlicher Beitrag zum Gebrauch von Geschichten in der Beratungsarbeit ist als „Ausleitung“ dem erzählenden Hauptteil hintangestellt. Zusätzlich befindet sich im Anhang ein Kommentar zu allen Geschichten mit zahlreichen Anwendungs- und Fallbeispielen aus der Praxis. Ein Register am Ende des Buches macht das Werk für Fachleute mit gezielten Fragestellungen schnell erschließbar.


Einleitung von Stefan Hammel:

Früher waren es Weise, die gefragt wurden, wenn ein Problem zu lösen, eine Frage zu beantworten oder eine Entscheidung zu treffen war. Gurus, Rabbiner, Propheten, Philosophen oder Heilige - die Namen und Konzepte variieren je nach Kulturkreis. Auf den Dörfern wurden Pfarrer oder Lehrer gefragt, an den Höfen Minister und königliche Ratgeber. Heute haben oft Therapeuten und Sozialarbeiterinnen diese Rolle übernommen, neben den Gutachtern, die in Wirtschaft, Politik und Rechtsprechung um ihr Urteil gebeten werden. Und weiterhin werden Ärztinnen, Heilpraktiker, Pädagoginnen und Geistliche als Weise unserer Zeit in Anspruch genommen. Es wird berichtet, dass die Berater früherer Zeiten den Ratsuchenden Geschichten erzählten. Diese Tradition hat sehr stark nachgelassen, ohne dass ein Grund ersichtlich wäre.
Gerade in der Therapie hilft das Erzählen oft weiter. Geschichten können dem Gespräch eine Leichtigkeit vermitteln, die durch das rationale Überlegen oft verloren geht. Sie verringern das Risiko, Ratschläge zu erteilen, die am Ende Schläge sind, oder abstrakt zu psychologisieren, ohne dass die Zuhörer für sich eine Vision vom lohnenden Leben bekommen. Mit Geschichten kann man Zuhörer zum Suchen anregen, ohne sie auf eine Lösung festzulegen oder auch einmal konkrete Lösungsvorschläge machen, ohne ihnen zu nahe zu treten und ihren Widerstand herauszufordern.
In den meisten abgedruckten Geschichten geht es darum, bei den Hörern und Lesern eine kreative Suchhaltung zu eröffnen bzw. auf unerwartete Lösungsmöglichkeiten zu stoßen. Selten geben die Geschichten eindeutige Antworten - weil damit der Suchprozess nicht eröffnet, sondern eher abgeschlossen würde.
Metapherngeschichten haben oftmals eine radikale Wirkung. In der Hypnotherapie werden mit ihrer Hilfe etwa Schmerzen anästhesiert, Blutungen gestillt, der Blutdruck reguliert, es werden Allergien, Asthma, Hautkrankheiten, Störungen von Drüsenfunktionen und viele andere gesundheitliche Probleme abgeschwächt oder ganz aufgehoben. Und natürlich werden geistig-seelische Prozesse durch sie erheblich beeinflusst.
Bücher lesen ist Hypnose. Die Buchstaben werden weg- und Bilder hinhalluziniert, Zeit und Raum verlieren ihre Geltung, und der Leser taucht in eine Welt der Träume ein. Diesen Umstand macht sich das Buch zunutze, um den Leser auf die Reise zu schicken durch eine Welt des bildhaften Lernens.
Das Buch ist so aufgebaut, dass die Tag kapitel jeweils Geschichten zu einem therapeutisch und seelsorgerlich relevanten Themenkreis bieten. Dagegen wird in den Nächten erklärt, wie man therapeutisch wirksame Geschichten finden und formulieren kann - dies allerdings nicht im Sinne eines Lehrbuchs, sondern wiederum in Form von Geschichten. Gelesen werden kann das Buch auf verschiedene Weisen:
Wer als Fachperson für eine spezielle Situation eine geeignete Geschichte sucht, wird im Stichwortverzeichnis unter den entsprechenden Begriffen suchen bzw. im Inhaltsverzeichnis das thematisch passende Tagkapitel finden. Zu den gefundenen Geschichten bietet der Anhang einen Kommentar.
Wer als professioneller Berater methodische Anregungen zum Geschichtenerzählen sucht, wird auf die Ausleitung achten, sowie auf die FaLldarstellungen, Denkanstöße und Kommentare im Anhang.
Wer einfach nur genießen und ein wenig nachdenken möchte, wird sich auf die kursiv gedruckte Rahmengeschichte und die Tag- und Nachtgeschichten konzentrieren.
Dass Genüssliches und Nützliches eines wird - dieser Wunsch begleitet das Buch.


Über den Autor:

Stefan Hammel ist Autor des Buches "Der Grashalm in der Wüste" und des gleichnamigen Hörbuches. Er ist Redakteur des Elternmagazins "KidsLife". Er ist 1967 in Ludwigshafen geboren und in Kaiserslautern aufgewachsen. Nach einem Studium der Evangelischen Theologie in Heidelberg, Leipzig, Tübingen und Aberdeen arbeitete er acht Jahre als Gemeindepfarrer. In Teilzeit arbeitet er weiterhin als evangelischer Klinikseelsorger in Kaiserslautern. Daneben ist er tätig als systemischer Berater und Therapeut, Hypnotherapeut und Coach in Otterberg in der Pfalz (Institut für Hypno-Systemische Beratung, hsb Westpfalz). Er ist Referent des Helm-Stierlin-Instituts für systemische Beratung in Heidelberg, des Instituts für Systemische Beratung und Therapie ISB Mainz, des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg, des Instituts für medizinische Fortbildung mediKolleg, der Akademie Burg Fürsteneck bei Fulda in Hessen, sowie des Seminaranbieters ars vivendi in Liechtenstein.



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