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Familiendynamik Heft 1/2000
1/2000 - 2/2000 - 3/2000 - 4/2000 - Überblick


Gottman, John M. & Robert Wayne Levenson (2000): Wie stabil sind Ehebeziehungen über mehrere Jahre? In: Familiendynamik 25(1): S. 4-13.

abstract: In der vorliegenden Studie wird untersucht, wie stabil Ehebeziehungen über einen Zeitraum von vier Jahren hinweg sind. Es ergaben sich eine statistisch signifikante Stabilität der Emotionalität insgesamt sowie der positiven und negativen Affekte besonders bei den Ehefrauen. Die Stabilität spezifischer Affekte war überwiegend geschlechtsspezifisch verteilt. Die Ehefrauen erwiesen sich hinsichtlich der negativen und positiven Affekte und beim Jammern als insgesamt stabiler als Männer, wohingegen sich die Ehemänner stabiler in ihrer Streitlust, Verachtung und Anspannung/Furcht erwiesen.


Gottman, John M. & Robert Wayne Levenson (2000): Wie verändern sich Ehebeziehungen im Laufe der Jahre? Eine Studie über alternative Prognosemodelle. In: Familiendynamik 25(1): S. 14-38.

abstract: Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht die Frage nach Kriterien, mit denen sich eine Verschlechterung von Ehebeziehungen vorhersagen läßt. Folgende vier verschiedene Prognose-Modelle werden auf ihre Fähigkeit geprüft, zutreffende Vorhersagen dysfunktionaler Eheinteraktion zu ermöglichen: 1) die physiologische Grundaktivität zu einem bestimmten Zeitpunkt t1; 2) die interaktionsabhängige physiologische Aktivität zum Zeitpunkt t1; 3) ein Balancemodell, das auf dem Verhältnis von Positivität zu Negativität zum Zeitpunkt t1 beruht; und 4) Kognitionen über die Ehebeziehung, ermittelt durch Kodierung von Interviews zur Beziehungsgeschichte des Paares. Alle vier Modelle erlaubten die verlässliche Vorhersage einer dysfunktionalen Eheinteraktion zum Zeitpunkt t2, wobei sich das Gleichgewichtsmodell als das voraussagestärkste erwies.


Lebow, Jay L. (2000): Ein wichtiger Beitrag zu einer wissenschaftlichen Untersuchung der Paarbeziehungen. In: Familiendynamik 25(1): S. 39-49.

abstract: Wer sich für Familienprozesse und Paartherapie interessiert, kann sich glücklich schätzen, dies in einer Zeit zu tun, in der er Zugang zu den Arbeiten von John Gottman und seinen Kollegen hat. In diesen Arbeiten verbinden sich wie selten theoretische Visionen mit exakten und innovativen Forschungsmethoden. Gerade diese Verbindung hat die Wissenschaft von den Paarprozessen entscheidend vorangebracht. Ich wage die Prognose, daß Gottmans Arbeiten in der Zukunft als wegweisend für einen Paradigmawechsel angesehen werden, da sie das Wesen dessen verändern, was wir betrachten, und was wir sehen, wenn wir etwas betrachten, und damit letztlich auch die Art und Weise, wie wir über Paarbeziehungen denken.


Revenstorf, Dirk (2000): Liebe und die empirische Forschung. Gottmans Versuch, das Unfassbare fassbar zu machen. In: Familiendynamik 25(1): S. 50-54.

abstract: John Gottman ist einer der kompromißlosesten und erfindungsreichsten empirischen Forscher im Bereich sozialer Beziehungen. Er vereinigt eine hochgradige mathematische Expertise mit ungewöhnlicher Kontinuität und Sorgfalt in der Operationalisierung seiner Begriffe. Auf diese Weise hat er Beiträge von grundlegender Bedeutung für die Erforschung der Paarbeziehung geliefert. Er stellte fest, daß es drei Ehekonfigurationen gibt, die auf den ersten Blick eher ungünstig wirken, aber dennoch dem Zahn der Zeit widerstehen. Hätten Sie etwa gedacht, daß es zum Erhalt der Ehe beiträgt, die Konflikte unter den Teppich zu kehren? Oder möchten Sie sich in Beziehungen immer »konstruktiv« verhalten und Ihrem Partner unter allen Umständen zu helfen versuchen und ihn zu verstehen, um die optimale Konfliktlösung anzustreben? Das scheint uns, zumindest aus Sicht der europäischen Tradition für eine Liebesbeziehung unromantisch und langweilig. Schon eher ist der temperamentvolle Ehetyp plausibel, bei dem die negativen Emotionen ihren Platz haben, aber durch Humor, Zärtlichkeit und Versöhnung aufgewogen werden.


Bodenmann, Guy, Kathrin Widmer & Annette Cina (2000): Das Freiburger Stresspräventionstraining. Erste empirische Ergebnisse zur Wirksamkeit. In: Familiendynamik 25(1): S. 55-69.

abstract: Das Freiburger Stresspräventionstraining für Paare stellt ein Präventionsangebot für Paare dar, das hauptsächlich auf die Verbesserung von drei Kompetenzen abzielt, die sich als relevante Prädiktoren für einen günstigen Partnerschaftsverlauf und ein geringeres Scheidungsrisiko erwiesen haben: (a) Kommunikationsfertigkeiten, (b) Problemlösekompetenzen und (c) angemessene individuelle und dyadische Belastungsbewältigungsfertigkeiten. Insbesondere die Verbesserung des Umgangs mit Stress bildet einen Schwerpunkt des Ansatzes. Das Training wird in einer 2-Jahres-Längsschnittuntersuchung in bezug auf seine Wirksamkeit untersucht. Erste Ergebnisse zu Prae-Post-Effekten an 71 Paaren werden im folgenden dargestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass zwei Wochen nach der Teilnahme am Training signifikante positive Veränderungen stattgefunden haben. Die Partnerschaftszufriedenheit, die dyadische Kommunikation und der Umgang des Paares mit Stress haben sich substantiell verbessert. Die Paare berichten positive Effekte des Trainings auf ihre Partnerschaft und ihr Leben insgesamt.


Cierpka, Manfred, Silke Wiegand-Grefe & Britta Zander (2000): Mit welchen Problemen kommen Paare und Familien zu uns? In: Familiendynamik 25(1): S. 70-94.

abstract: Im vorliegenden Beitrag berichten wir erste Ergebnisse der multizentrischen Studie zur Versorgungsrelevanz und Effektivität der Paar- und Familientherapie. Zunächst werden einige allgemeine Überlegungen zur Beschreibung und Operationalisierung von Problemen in der Paar- und Familientherapie dargestellt. Nach einer Vorstellung der multizentrischen Studie werden die Ergebnisse einer deskriptiven Datenauswertung berichtet. Wie bei anderen Psychotherapieformen und in der allgemeinärztlichen Versorgung sind personale Beschwerden wie somatische Symptome, Ängste und Depressionen der häufigste Anlass zur Hilfesuche. Erwartungsgemäß sind aber auch spezifischere Konsultationsgründe wie »Schwierigkeiten mit Partnerschaft, Trennung, Scheidung" vertreten. Während nach Therapeuteneinschätzung überwiegend personale Probleme als Behandlungsauftrag genannt werden, beklagen männliche Patienten überwiegend Paarprobleme und in der Problembeschreibung der weiblichen Patienten dominieren sowohl personale als auch Paarprobleme. Der Behandlungskontext spielt erwartungsgemäß eine Rolle; in den klinischen Kontexten werden fast ausschließlich personale körperliche Beschwerden, Depressionen und Ängste genannt, in den freien Praxen und Beratungsstellen sind Trennungsprobleme häufige Konsultationsgründe.


Hardt, J., F. Petrak & U.T. Egle (2000): Fehlender Wirksamkeitsnachweis der Positiven Psychotherapie! In: Familiendynamik 25(1): S. 95-97


Tritt, Karin, Th. Loew, M. Meyer, H. Kick & N. Peseschkian (2000): Ein Beitrag zu methodischen Problemen der Psychotherapieforschung am Beispiel der Kontroverse zur Positiven Psychotherapie. In: Familiendynamik 25(1): S. 98-103


Simon, Fritz B. (2000): Krieg. Systemheoretische Überlegungen zur Entstehung tödlicher Konflikte. In: Familiendynamik 25(1): S. 104-130.

abstract: Krieg kann als ein Interaktions- und Kommunikationsmuster verstanden werden, bei dem die miteinander kämpfenden Konfliktparteien (Nationen, Gruppen, Ethnien, Banden, Individuen usw.) ihr Überleben als abgegrenzte Einheit riskieren. Die Funktion von Kriegen ist die Herstellung oder Beseitigung von Machtbeziehungen. Ihre Entstehung lässt sich durch uneindeutige Machtverhältnisse erklären. Sie können als autopoietische soziale Systeme betrachtet werden, die sich - wenn sie erst einmal begonnen haben - selbst erhalten, unabhängig von den ursprünglichen,sachlichen' Gründen und Zielen. Sind es soziale Systeme, die miteinander im Krieg stehen, so haben existenzbedrohende Konflikte intern eine integrierende Funktion. Bezogen auf die kämpfenden Individuen kann der Sinn des Kämpfens im Kämpfen selbst gesehen werden.


Rüschstroer, Heinz (2000): Systemische Beratung eines Paares in der Krise. In: Familiendynamik 25(1): S. 131-139.

abstract: Es wird die systemische Beratung eines Paares dargestellt, bei dem die 10 Jahre jüngere Ehefrau sich nach 5 Jahren von ihren körperlich behinderten, versorgungsbedürftigen Mann trennt und dieser sich zunächst erfolglos um ihre Rückkehr bemüht. Als die Ehefrau nach einem Jahr, voller Schuldgefühle ihrem Mann gegenüber, wieder zu diesem zurückkehren möchte, muß sie enttäuscht feststellen, daß dieser inzwischen eine Freundschaft mit einer anderen Frau eingegangen ist und an einer Fortsetzung der Ehe nicht mehr interessiert ist. Es wird die Beziehungsdynamik des Paares beschrieben und geschildert, wie sehr der Kontext durch den Behindertenstatus des Ehemannes geprägt war und das Paar auch in der Beratung deswegen einer Art "Sonderbehandlung" erhielt. Erst dadurch, daß der Berater die "Besonderheit" dieser Beratung sowie den Umgang mit Aggressionen offen ansprach, ergaben sich Veränderungen, die Fortschritte im Verlauf der Paarberatung ermöglichten.



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